San Francisco
Auch heute morgen gabe es wieder ein wunderbares Frühstück, so dass wir usn gut gestärkt auf den Weg in Richtung San Francisco machen konnten. Die Route wurde dann auch so im Navigationsgerät gewählt, dass wir über die Golden Gate Bridge nach San Franscisco kamen. So gegen 15:00 Uhr erreichten wir dann unser Hotel. Für San Francisco haben wir uns das Castle Inn ausgesucht, welches mit moderatem Preis, kostenlosem Parkplatz und einer sehr guten Lage eine sehr gute Wahl und sehr zu empfehlen ist. Nach Beziehen des Zimmers und Koffer auspacken machten wir uns als Erstes auf den Weg einen Muni Passport zu kaufen. Diesen bekamen wir bei Cole Hardware auf der Polk Street. Der Muni Passport ist 3 Tage gültig; das Startdatum wird auf dem Pass freigerubbelt. Dann schlenderten wir weiter in Richtung Lombard Street, die kurvigste Straße in San Francisco, die wohl fast jedem aus dem Fernsehen bekannt ist.
Der Anstieg zur Kuppe der Lombard Street (siehe links) hatte es in zweierlei Hinsicht in sich: Einerseits natürlich durch die extreme Steigung und andereseits durch die Lärmbelästigung der quietschenden Reifen, verursacht durch die blöden Touristen, die mit ihren Autos unbedingt den
kurvigen Teil der Lombard Street (siehe rechts) durchfahren müssen und damit auf der Seite des Anstiegs beim Anfahren die Reifen durchdrehen ließen. Nach kurzer Beobachtung dieses Schauspiels wandten wir uns in Richtung Hafen. Nach dem wir uns dort kurz umgesehen hatten gingen wir über die Polk Street zurück in Richtung Hotel und folgten der Empfehlung des Rezeptionisten auf der Polk Street zu Essen. Wir entschieden uns am ersten Abend für das Restaurant Pesce (Seafood Bar), 2227 Polk Street mit gutem Essen zu allerdings etwas angehobenen Preisen. Danach folgten wir der Müdigkeit in Richtung Bett, denn für den nächsten Tag stand eine Fußtour durch San Francisco auf dem Programm, auf die ich im Internet gestoßen bin.
Um herauszufinden, dass man im “The Crepe House”, 1755 Polk Street ein sehr gutes Frühstück bekommt, mußten wir auch nur an der Rezeption fragen. Nach der Stärkung mit sehr guten Pfannkuchen, Obst, Eiern und Bratkartoffeln (humpf) und kurzer Anpassung der Kleidung an die aktuellen Temperaturen machten wir uns auf den Weg zum Cable Car um zum Union Square zu kommen, wo unser Stadtrundgang began.
Auf dem Union Square fällt einem fast unvermeidbar das st. Francis Hotel und das Kaufhaus Neiman Marcus im Stile eines Pariser Kaufhauses auf. Das prachtvolle Glasdach ist übrigens eine Kopie aus dem bekannten La Fayette in Paris. Über die schmale Maiden Lane mit einer Reihe hübscher Läden ging es weiter vorbei an der Crocker Galleria am Ende der Post Street. Hier bogen wir links ab in die Montgomery Street und sind dieser bis zur Transamerica Pyramid gefolgt. Die Transamerica Pyramid ist übrigens das einzige Hochhaus der Welt, das einen Redwood-Hain an seiner Seite hat, in dem man sich auf Sitzbänken neben einem Springbrunnen ausruhen kann. An der
Transamerica Pyramid sind wir wieder links eingebogen auf die Washington Street und nach Chinatown: Ganz plötzlich nur noch Chinesen und man denkt man ist in Peking – selbst die Stationsschilder der Cable Car sind vollständig in Chinesisch (siehe rechts). Überall offene Straßenstände und ein quirlliges Durcheinander. Wir machten einen Schlenker links in die Grant St., rechts in die Sacramento St. und wieder rechts auf den Waverly Place, eine exotische Bilderbuchstraße mit schwungvollen, bemalten Balkonen und Fassaden der einst mächtigen Familienresidenzen. An der Washington Street wieder links und rechts in die Stockton bis zur Jackson, wo dann links einen Block weiter die Cable Car auf uns wartete – na ja, nicht wirklich, denn wir mußten einen kleinen Sprint einlegen.
Am Hafen angekommen sind wir dann erst einmal von der Route ab und auf den langen, geschwungenen Pier am Fort Mason. Von hier hat meinen guten Blick auf die Golden Gate Bridge, Alcatraz Island und auf San Francisco. Zurück auf der Jefferson Street haben wir die Piers mit ihren Selbstdarstellern, Künstlern, Kneipen und Geschäften abgeklappert. Auf Höhe Pier 29 sind wir dann rechts abgebogen in die Sansome Street, wo es dann rechts die 310 Treppen der Filbert Steps rauf zum Coit Memorial Tower ging. Besonders im Frühsommer sind die Treppenstufen eingesäumt von Blumen, Blüten und Pflanzen aller Art und jeder Treppenabsatz duftet anders. Der Aufstieg zum Coit Memorial Tower und die Fahrt mit dem Aufzug auf den Coit
Memorial Tower lohnen sich, den von der Aussichtsplattform hat man eine wundervolle Aussicht über San Francisco (Bild links mit Blick auf Financial District). Auf der anderen Seite des Telegraph Hill führen ein paar Treppenstufen und eine sehr abschüssige Straße hinunter zum Washington Square und zur Columbus Avenue, wo wir das Restaurant “The Stinking Rose” aufsuchten – eine Empfehlung aus dem Reiseführer. Dort wird auch erwähnt, dass man das “40 Clove Chicken” probieren sollte. Dabei handelt es sich um ein halbes Hähnchen mit 40 Knoblauchzehen als Beilage. Ich habe mir gedacht: “Wenn ich schon mal hier bin – warum nicht.”. Jedenfalls wurde ich die nächsten zwei Tage immer wieder an unseren Besuch in “The Stinking Rose” erinnert.
Den Rest vom Nachmittag und den frühen Abend verbrachten wir mit Bummeln und dem Besuch der Bar des “La Folie”, einem guten Restaurant auf der Polk Street unweit vom Hotel. Hier gibt es ordentlichen Wein, gute Cocktails und die eine oder andere, leckere Knabberei dazu, wie z.B. Trüffel-Popcorn. Trotzdem haben wir nicht allzu lange getrödelt, denn am nächsten Morgen mußten wir früh aufstehen.
Heute ging es früh raus, denn bevor wir um 08:30 Uhr zum Whale-Watching aufbrechen konnten, mußten wir noch 2 Stunden Fahrt nach Monterey hinter uns bringen – und das im Berufsverkehr. Dieser fiel dann glücklicherweise nicht so schlimm aus wie erwartet, denn wir bewegten uns stadtauswärts. Lediglich in der Nähe von Palo Alto am Silicon Valley wurde es etwas dichter. Da wir aber zu zweit waren durften wir die Express Lane auf der linken Spur benutzen und kamen so auch ziemlich zügig voran. Ich verstehe nicht, warum dieses System nicht auch in Deutschland auf den Autobahnenabschnitten mit 3 oder mehr Spuren eingeführt wird. Es würden sich sicherlich noch mehr Fahrgemeinschaften bilden.
In Monterey angekommen haben wir uns am Pier des Fisherman’s Wharf am Stand des Monterey Bay Whale Watch registriert – Plätze hat ich bereits von Deutschland aus vorbestellt. Wir haben uns übrigens für dieses Whale-Watching Unternehmen entschieden, weil ich es bei der Internetrecherche die einzigen waren, bei denen eine Meeresbiologin an Bord ist. Irgendwie hatte ich dabei ein besseres Gefühl. Ich habe mir noch eine Pille gegen Seekrankheit eingeworfen, ohne die ich die Fahrt auch nicht überstanden hätte und kurz nach 09:00 Uhr ging es dann los. Direkt nach verlassen des Hafens sahen wir einen
Angler, der wohl über seine anstrengende Tätigkeit eingeschlafen ist. ich denke, dass die Seelöwen im Hintergrund auch nicht so recht wußten, was sie mit dem anfangen sollten. Nach ca. 30 Minuten fahrt zog eine Familie einer größeren Delphinart an uns vorbei. Das Schiff stoppte die Maschinen, damit die Delphine nicht unnötig mit Schiffsgeräuschen berieselt werden und wir hatten die Gelegenheit die ersten Bilder zu machen – der Tag fing schon vielversprechend an. Tja, und eigentlich war es das dann auch schon fast. Die weiteren 4 Stunden kreuzte der Kutter hin und her auf der Suche nach Walaktivitäten. 30 Minuten bevor wir wieder zurückfuhren tauchten dann 3 Buckelwale auf, die aber auch eher träge an der Oberfläche trieben. Egal, selbst das war schon ein tolles Erlebnis. Zu sehen, wie die Wale abtauchen, dabei die riesigen Fluken aus dem Wasser ragen und den Tieren schon irgendwie Nahe sein zu können ist ein tolles Gefühl. Auf der Rückfahrt nach Monterey wurde dann auch das Wetter schlechter, die Seh rauher und es began zu regnen. Das Aufschaukeln des Schiffes forderte dann auch von einigen den bekannten Tribut und die Fische wurden ausgiebig gefüttert.
Wohlbehalten und froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben gönnten wir uns ein Mittagessen im London Bridge Pub, welches wir ja schon vom ersten Abend nach Ankunft in USA kannten. Danach machten wir uns auf die zweistündige Heimfahrt und ruhten uns den Rest des Tages aus.
Unser letzter Tag in San Francisco, an der Westküste und in den USA – für dieses Mal. Heute wollten wir mal wieder etwas Bus fahren und sind als Erstes zum Alamo Square mit den Painted Ladies. Der Begriff der Painted Ladies wird übrigens auch für viele andere Häuserreihen in anderen Städten verwendet. Viele dieser viktorianischen Häuser wurden beim Erdbeben von 1906 zerstört, die erhalten gebliebenen jedoch restauriert und farbenfroh bemalt. Vom Alamo Square sind wir zu Fuß zur Divisadero Street und mit dem Bus weiter zur Ecke 16th Street. Von hier dann wieder zu Fuß entlang der 16th Street bis zur Mission Dolores. Das Viertel rund um die 16th Street (Mission District) ist bekannt für seine Murals, Wandmalereien auf denen auch gerne politische Themen zum Ausdruck gebracht werden. Überhaupt scheint auf der 16th Street und ihren Seitenstraßen das Leben langsamer zu laufen. Vieles erinnert hier und besonders in den Seitenstraßen noch an die Zeit von San Francisco, die man aus Fernsehserien wie z.B. “Die Straßen von San Francisco” kennt. Hier parken ältere Autos, die Leute sind etwas anders gekleidet und insgesamt wirkt das Straßenbild weniger hektisch. An der Mission Street sind wir dann wieder in den Bus bis zur Market Street Ecke Van Ness gestiegen und dann die Market Street zu Fuß hinauf bis zur Montgomerey Street und dann bis zur Columbus Avenue. Hier haben wir in einem italienischen Restaurant mit Namen “Rose Pistola” zu Mittag gegessen (steht übrigens in keinem Reiseführer und ist sehr empfehlenswert). Nach dem Essen sind wir dann wieder zu Fuß bis Chinatown und dann mit dem Cable Car zum Hotel.
Für den Nachmittag haben wir uns die Golden Gate Recreation Area als Ziel mit einem Besuch des Baker Beach ausgesucht, von dem aus man einen schönen Blick auf die Golden Gate Bridge hat. Hier haben wir viel Zeit damit verbracht den Strand, das Meer und die Wärme zu geniessen und zu beobachten wie riesige Containerschiffe unter der Golden Gate Bridge durchfahren. Später sind wir dann noch zur Golden Gate Bridge gefahren, denn wenn man schon in San Francisco ist, dann sollte man zumindest mal über eine der berühmtesten Brücken der Welt gelaufen sein.
Kurz vor Sonnenuntergang ging es dann zurück zum Hotel, Koffer vorbereiten und Abends nochmal in die Bar des La Folie um die tolle Reise mit Gesprächen über das Gesehene und ein paar Cocktails abzuschließen bevor es dann am nächsten Morgen nach dem Frühstück zum Flughafen und zurück nach Deutschland ging. Das Wetter am Tag der Abreise spiegelte sehr gut unsere Stimmung wieder, denn es war kalt, nass und es regnete in Strömen. Vielleicht wollte man uns den Abschied etwas leichter machen – eines steht jedoch fest: San Francisco – wir kommen wieder.
Zum Abschluß noch ein paar Tipps und Links:
- Zur Vorbereitung auf eine USA-Reise empfehle ich unbedingt die Registrierung im Amerika-Forum, wo man von vielen erfahrenden USA-Reisen wertvolle Tipps bekommen kann. Die eingestellten Reiseberichte sind mehrheitlich sehr gut und unterhaltsam geschrieben und enthalten ebenfalls wertvolle Empfehlungen für die Reise.
- Unbedingt sollte man sich vom ADAC ein Tour-Set für den Westen der USA schicken lassen – für ADAC-Mitglieder übrigens kostenlos.
- Hier der Link zum elektronischen Reisegenehmigungssystem der USA.
- Um in den USA von Deutschland aus kostengünstig erreichbar zu sein und für wenig Geld in die USA und nach Deutschland anrufen möchte empfehle ich eine Cellion SIM-Karte.
- Hotels habe ich entweder über Best Western oder über Hotels.com gebucht. Best Western verfügt über eine sehr gute und hilfsbereite Hotline (zumindest in Deutschland) und es gibt von unserer Seite nichts Negatives über die besuchten Best Western Hotels zu sagen – eher im Gegenteil: geräumige Zimmer mit sehr guter Ausstattung und fast schon gehobenem Komfort zu durchschnittlich günstigen Preisen.
- Für Las Vegas sollte man die sogenannten Promotionen der Hotels im Auge behalten. Hierbei empfiehlt sich der Aufenhalt in Las Vegas unter der Woche, denn dann sind die Zimmerpreise nochmals um einiges günstiger, da Las Vegas für die Amerikaner ein bevorzugtes Wochenend-Reiseziel ist. Die Angebote werden z.B. bei Las Vegas Promotions oder Vegas Hotel Promotions gesammelt, um nur Zwei dieser Seiten zu nennen.
Auf der nächsten Seite gibt es nochmal alle Bilder der Reise als Galerie.














