Die (fast) autarke α6000/α7

Wer träumt nicht davon: Eine unendliche Batterie-Stromversorgung für die Kamera im Dauerbetrieb! Etwas, das für Zeitraffer-Aufnahmen wie z.B. Startrails (Sternenspuren) über mehrere Stunden mehr als nützlich, sogar unabdingbar ist. Erfüllt ist dieser Traum nicht, aber die ersten Schritte auf dem Weg zum Ziel sind gemacht.

Bei der Erstellung dieses Zeitraffer-Videos über fast 180° mit der α6000 hat sich wieder einmal bestätigt was schon lange kein Geheimnis mehr ist: Die Standfestigkeit der NP-FW50 läßt doch sehr zu Wünschen übrig. Natürlich kann man mit dem Netzteiladapter AC-PW20 das Problem umgehen, wenn man eine Steckdose in Reichweite hat, aber mitten in der Stadt sehe ich da auch langfristig kein Möglichkeit.

Bei einem Blick auf einen Akku vom Typ NP-F970, die ich paarweise für LED-Scheinwerfer von Yongnuo einsetze, fiel mir auf, dass diese die gleiche Ausgangsspannung wie die NP-FW50 haben, aber über die ca. 6-fache Kapazität verfügen. Da ich aber keine Ahnung von Elektronik und Akkus habe, musste ich erst einmal klären ob die simple Rechnung aufgeht und man den NP-F970 über den Dummy-Akku vom AC-PW20 als Stromversorgung für die Kamera nutzen kann. Nachdem dieses von mehreren Seiten bestätigt wurde habe ich mir das entsprechende Material besorgt, kurz den Lötkolben angeheizt und Folgendes gebastelt:

Dummy-Akku, 1m Kabel mit Klinkenstecker und Anschlüsse für das Akku.
Dummy-Akku, 1m Kabel mit Klinkenstecker und Anschlüsse für das Akku.

Kurz durchgemessen ob die Polung stimmt – angezeigter Wert: 8,23 Volt. Hmm, wenn das mal nicht zuviel ist, denn das NP-FW50 zeigt 7,6 Volt an.

„Wer nicht wagt der nicht gewinnt“ habe ich bei mir gedacht, alles zusammengestöpselt, Dummy-Akku in das Batteriefach der Kamera und die Kamera eingeschaltet:

DSC08814Funktioniert! Interessant ist dabei noch, dass die Anzeige im Display während des Tests von 100% auf 99% gewechselt ist. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass durch irgendeine Intelligenz im Dummy-Akku die Restladung des Akkus ermittelt wird. Mal sehen, was bei einem ersten Langzeiteinsatz herauskommt.

Nachtrag: Der nächste Schritt wird sein, zwei Akkus parallel zu schalten und somit die Möglichkeit zu eröffnen die Akkus im laufenden Betrieb zu wechseln. Außerdem werde ich einen Verpolungsschutz und eine Entkopplung der parallelen Akkus einbauen – wie weiß ich aber noch nicht. 🙂 Mehr dazu bald hier …

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1 Antwort zu Die (fast) autarke α6000/α7

  1. Danke für dem Hinweis. Bislang habe ich mir wie folgt geholfen: Es gibt ja die Möglichkeit, einen externen Akku ( ein Powerpack oder ähnliches, das man auch bei Handys einsetzt) über die seitliche USB-Buchse anzuschließen, über die sich die internen Akkus laden lassen. (Was ich aber eigentlich nie mache, weil ich das externe Ladegerät besser finde). Dann hat man je nach Powerpack ordentlich Laufzeitverlängerung für die A7-Serie.
    Grüße, Hanslook

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