Lissabon – Tag 1/ Lisbon – day 1

4 ganze und 1 halber Tage Zeit um Portugals Hauptstadt am Tejo zu entdecken und unsere erste Städtereise ohne Must-See oder ToDo Liste.

4 full and 1 half day to discover Portugals capital a the river Tejo and our first citytrip without a must-see or todo list.

„Wir fliegen nach Lissabon!“ – jedes Mal wenn wir diesen Satz bei Freunden sagten kam als Antwort sowas wie „Tolle Stadt – da müsst ihr unbedingt dieses oder jenes sehen!“. Hin und wieder hatten wir den Eindruck wir sind die Einzigen die noch nicht in Lissabon waren. Flüge und Hotel hatten wir bereits seit Monaten gebucht und normalerweise fange ich ca. zwei Monate vor einer Reise damit an mich im Internet, in Reiseführern und bei Freunden und Bekannten über das Reiseziel zu informieren – nicht so in diesem Fall. Irgendwann bin auf einen Beitrag im Blog von 1 THING TO DO aufmerksam geworden der sich damit beschäftigt warum wir uns vor Reisen mit Must-See und ToDo Listen beschäftigen und das es auf einer Reise eigentlich nur ein ToDo gibt. Mehr verrate ich hier nicht, lest einfach selber. Also, wir sind tatsächlich nach Lissabon gefahren ohne genau zu wissen was uns erwartet. Natürlich wussten wir etwas über die diversen Spezialitäten wie Pasteis de Belem oder den berühmten Kirschlikör und ja, auch das ein oder andere Restaurant haben wir uns notiert und mal im Internet angeschaut. Aber verglichen mit unseren bisherigen „Planungen“ wussten wir über Lissabon so gut wie Nichts und um ehrlich zu sein fanden wir das irgendwie spannend und interessant. „We fly to Lisbon!“ – each time we said this while with friends the answer was something like „Beautiful city – you have to see this or that!“. Sometimes we had the impression that we are the only ones that have not yet been to Lisbon. Flight and hotel were booked months in advance and usually I start my research on the destination in the internet, in travel guides and by talking to friends about two month before departure – not in this case. Someday I found a post in the blog of 1 THING TO DO which was about the fact why we start to create must-see and todo lists on our destinations and that there is only one „to do“ when travelling. I won’t tell more, read for yourself. So, we actually went to Lisbon without really knowing what was waiting for us. Of course we knew something about some of the specialties like Pasteis de Belem or the famous cherry liquer and yes, we checked out some restaurants and wrote down their addresses. But compared to the „planning“ we did for other journeys we knew almost nothing about Lisbon and to be honest, we found that somehow thrilling and interesting.

Anreise / Arrival

1,5 Stunden Verspätung auf dem Hinflug! Ach, es gibt deutlich Schlimmeres, wie z.B. Totalausfall aller Flüge wie nach dem Vulkanausbruch auf Island. Die Zeit habe ich genutzt, um die ersten Zeilen für diesen Reisebericht zu schreiben. Mit den Wartezeiten sollte es aber auch nach der Landung erst einmal nicht vorbei sein: Am Gepäckband haben wir eine Stunde auf unsere Koffer gewartet und für die Fahrt in die Stadt haben wir uns für den AeroBUS entschieden, der direkt vor dem Hotel auf der Avenida da Liberdade hält. Hier fing es damit an, dass der wartende Bus nur noch die vor uns stehenden Reisenden einsteigen lies, obwohl noch locker Platz für 8-10 weitere Fahrgäste inklusive Koffer gewesen wäre. Die Busse fahren Samstags, Sonntags und Feiertags alle 25 Minuten (werktags alle 20 Minuten) und so war die Zeit  bis zum nächsten Bus überschaubar. Dieser hing jedoch in der „rush hour“ fest, wie uns vom Bodenpersonal mitgeteilt wurde. Nach 50 Minuten kam dann endlich der ersehnte Bus, aber wer jetzt denkt, dass wir einfach hätten einsteigen können irrt gewaltig, denn der Fahrer war am Ende seiner Schicht und die Ablösung noch nicht da – und er lies auf sich warten. Der Gipfel war dann noch die Aussage der Verantwortlichen vor Ort, dass der aktuelle Fahrer leer ins Depot fahren würde, wenn die Schichtablösung nicht käme. Dieser hatte dann aber 5 Minuten später erbarmen und erschien zum Dienst. Endlich konnten dann alle einsteigen und wie durch ein Wunder war in diesem Bus auch deutlich mehr Platz als im gleich großen Bus, der uns vor der Nase wegfuhr. Anstatt um ca. 15 Uhr wie angenommen kamen wir um kurz nach 18:00 Uhr im Hotel an. Was soll ich sagen? Ich möchte nicht überheblich oder arrogant klingen, aber ich denke man muss einfach akzeptieren, dass es in Sachen Organisation nicht überall so laufen kann wie zu Hause – und auch bei uns ist vieles weit weg von „perfekt“.

Lassen wir die Problemchen der Anreise hinter uns und kommen wir zum angenehmen Teil des Tages, den es im Überfluss gab und uns mit der Anreise versöhnte. Verschwitzt und hungrig sind wir direkt nach dem Check-In raus auf die Avenida da Liberdade und haben gegenüber die Cervejaria Ribadouro entdeckt.

1.5 hours delay on the fly to Lisbon! Well, it could have been worse like e.g. when all flights where cancelled due to the volcanic eruption on Iceland. I took advantage of the waiting time to write the first lines of this travel report. More unproductive waiting time was added after the arrival in Lisbon: Collecting the baggage took us more than one hour and with our baggage at hand we decided to take the AeroBUS to get downtown, because this bus has a stop right in front of our hotel on the Agenda da Liberdade. Here, everything start with the situation, that only the travelers in front of us got onto the bus although there was more room for 8 to 10 people including baggage. Since the busses come and go every 25 minutes on Saturdays, Sundays and bank holidays (every 20 minutes on working days) the time to wait for the next bus should have been short. Until we got to know form the personnel at the bus stop that the expected bus was stuck in the „rush hour“. After 50 minutes the bus arrived at the bus stop, but don’t expect we could now climb on the bus and get to the hotel. The driver reached the end of his shift and the next driver was not yet there – and kept us waiting. One thing beat everything: The team on site let us know that, if the replacement driver will not show up, the current driver will drive to the depot – with an empty bus. Fortunately the new driver arrived 5 minutes later and we could enter the bus; funny enough was, that now all the waiting clients where allowed to enter the bus and we all were packed like sardines in a can. So we arrived at the hotel shortly after 6 pm instead of 3 pm as assumed. What can I say? I don’t want to sound bigheaded or arrogant, but I think we have to accept that it is not always like home when it comes to organization – and we are a long way from perfect in many areas.

Let’s forget about the small problems of getting there and move along the nice parts of the day which we found plenty and reconciled us with the arrival. Sweaty and hungry we left the hotel for the Avenida da Liberdade after check-in and discovered the Cervejaria Ribadouro on the other side of the street.

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Cervejaria Ribadouro, Avenida da Liberdade

 

Den einladenden Klängen von lockerem Jazz folgend haben wir uns im Außenbereich hingesetzt und wurden auf der Karte sehr schnell fündig: Sardinen auf angebackenem Brot mit Chips und dazu eine Flasche ‚Torre de Menagem‘, einem sehr leckeren Vinho Verde, und ausreichend Wasser. Warum weißer, roter und rose Wein Vinho Verde genannt wird ist in der Wikipedia beschrieben.

Gestärkt und erfrischt sind wir anschließend die Avenida herunterspaziert bis zum Elevador da Glória, mit dem wir hinauf zum Jardim de São Pedro de Alcântara gefahren sind um über dem gegenüber liegenden Hügel den Mond aufgehen zu sehen und den Blick über die Stadt schweifen zu lassen. Kurz danach fuhren wir wieder mit der Bahn hinunter und schlenderten über die Praça dos Restauradores und die Avenida da Liberdade einem vollkommen unerwarteten Höhepunkt des Abends zu.

We followed the inviting jazzy sounds, sat down in the outdoor area and quickly found something nice on the menu: Sardines on toasted bread with hand-cut chips accompanied with a bottle of ‚Torre de Menagem‘, a very nice and tasty Vinho Verde – and of course enough of water. Why white, rose and red wine is named Vinho Verde is explained in the Wikipedia.

Refreshed by the food and the drinks we walked down the Avenida da Liberdade to the Elevador da Glória which brought us up to the Jardim de São Pedro de Alcântara to have a nice view over the city and watch the rising moon above the hills on the opposite part of the town. Shortly after that we took the cable car downwards and strolled over the Praça dos Restauradores and the Avenida da Liberdade towards a fully unexpected highlight of that evening.

Das Highlight des Abends / The highlight of that evening

Natürlich wussten wir, dass das Hotel über einen Pool und eine Bar auf dem Dach verfügt, aber dass ein letztes Glas Wein in eben dieser Bar mit einem derart schönen Blick über Lissabon, Bairro Alto zu Rechten und Mouraria zur Linken, aufwarten würde – das haben wir nicht erwartet. Of course we knew that the hotel has a swimming pool and a bar on the roof top, but that a last glass of wine in that particular bar would offer such a beautiful view over Lissabon, Bairro Alto on the right and Mouraria on the left – that is something we did not expect.

Blick von der Dachterasse des Hotels

Blick von der Dachterasse des Hotels

Lissabon Tag 2 / Lisbon Day 2 ==>
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4 Antworten zu Lissabon – Tag 1/ Lisbon – day 1

  1. wanjamenzel sagt:

    Wunderschöne Bilder! Und eine wunderbare Einstellung, ohne „Vorbereitung“ in eine fremde Stadt zu reisen! Ich kann mir vorstellen,d ass man mit offeneren Sinnen unterwegs ist! LG Wanja

    • J. Haag sagt:
      Verfasser

      Danke Wanja! Ja, mit einer strukturierten Liste gleicht es eher einem Abhaken; ohne Liste bleibt man häufiger stehen und schaut sich um – dafür „schafft“ man aber weniger :-). Egal, Lissabon sieht uns sicher wieder, denn es hat uns sehr gut gefallen.
      Gruß,
      Jörg

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