Ein Wochenende in Brügge / A weekend in Bruges

Brügge sehen … und sterben?“ – so lautet der Titel eines Filmes mit Colin Farrell, Brendan Gleeson und Ralph Fiennes. Nun, so weit wollten wir es dann doch nicht kommen lassen, aber Brügge sehen war schon unser Plan.

In Bruges“ – that is the title of a movie with Colin Farrell, Brendan Gleeson and Ralph Fiennes. The german title is something like „See Bruges … and die?„. Well, we did not want to go that far but seeing Bruges surely was our plan.

In Brügge waren wir schon einige Male, aber immer nur für ein paar Stunden nachmittags, wenn wir früh morgens an die belgische Küste in der Nähe von De Haan oder Middelkerke gefahren sind und das letzte Mal ist auch schon Jahre her. Letztens lief ein Beitrag über Brügge im Fernsehen und wir haben uns spontan entschlossen das letzte Aprilwochenende in Brügge zu verbringen. Also haben wir uns ein Bed & Breakfast rausgesucht – dazu später mehr – und sind Freitag mittags los. Die Fahrt dauerte länger als geplant, da der Brüsseler Autobahnring komplett verstopft war, aber so gegen 17:00 Uhr hatten wir den Check-In hinter uns und waren auf dem Fußweg in Stadt.

Bevor ich aber zu den ersten Bildern komme, möchte ich erst einmal eine Empfehlung für das Bed & Breakfast Villa Chantecler aussprechen. Die vielen guten Bewertungen auf booking.com und tripadvisor haben uns anfangs etwas stutzig gemacht, aber Virginie ist die perfekte Gastgeberin. Das Zimmer im 2. Obergeschoß ist groß und komfortabel, ebenso das Bett mit einer der besten Matratzen auf den ich außer Haus geschlafen habe. Zum Frühstück werden keine Wünsche offen gelassen und selbst ein frisch gekochtes Ei, frisches Obst und frisch gepresster Orangensaft werden serviert. Wenn man sich von den 20 Gehminuten bis in die Stadt nicht abschrecken lässt ist das eine ideale Übernachtungsmöglichkeit. Der abendliche Spaziergang aus der Stadt ins B&B war nach einem leckeren Essen sogar genau nach unserem Geschmack.

Der Weg in die Stadt führt am Smedenpoort vorbei, einem der 6 Stadttore von Brügge. Die Hauptstraße haben wir schnell verlassen und sind durch die kleinen Gassen und Straßen vorbei am Oud Sint-Jan zur ersten Restaurantempfehlung unserer Gastgeberin gegangen, dem Resto Mojo in der Schaarstraat 4, nicht unweit der Heiligen Magdalenakirche. Die nachfolgenden Bilder zeigen ein paar Eindrücke von unserem Weg dorthin.

We have been to Bruges several times but always just for some hours in the afternoon right after we were at the belgian coast near De Haan or Middelkerke in the morning and the last time is already years back. Lately, there was an emission about Bruges on the german TV and we instantly decided to go to Bruges on the last weekend in April. So we booked a Bed & Breakfast – more on this later – and started on a rainy Friday shortly after noon. The drive took much longer than expected because the highway ring around Brussels was completely jammed but finally we got there and around 5 pm check-in was history and we were on our first walk into the city of Bruges.

Before I come to the first pictures I would like to give a high recommendation on the Bed & Breakfast Villa Chantecler. First we were a bit irritated about the many positive ratings on booking.com and tripadvisor, but Virginie is the perfect host. The room on the second floor is big and comfortable, so ist the bed with one of the best mattresses I have ever slept on away from home. The breakfast satisfies all demands and even a fresh cooked egg, fresh fruits and orange juice is served on request. If you are not afraid of a 20 minutes walk to get downtown this is the ideal accommodation in Bruges. And even doing the 20 minutes walk back from the city to the B&B after a nice diner was exactly what was good for us.

The way into the city passes the Smedenpoort, on of the 6 city gates of Bruges. We quickly left the main road behind and walked through the small streets and alleys past Oud Sint-Jan to get to the first restaurant recommendation of our host, the Resto Mojo in Schaarstraat 4, not far from the St. Magdalene’s Church. The following pictures show some impressions captured on our way.

Nach einem vorzüglichen Essen gingen wir auf nicht ganz direktem Wege durch das abendliche Brügge zurück zu unserer Unterkunft um die wunderbare Stimmung bei einbrechender Dunkelheit zu genießen. We had a fabulous diner and our way back to the B&B was not the direct path. So I captures a few shots of the nice ambience of the nightly Bruges.
Der nächste Morgen!

In der Villa Chantecler wurden wir leihweise mit einem Reiseführer über Brügge in deutscher Sprache ausgerüstet. Dieser Reiseführer enthielt 4 oder 5 Routen durch die Stadt von denen wir die ersten beiden an diesem Tage abliefen. Die erste führte uns am Morgen von der Simon Stevinplein durch die kleinen Sträußchen und Gassen vorbei am Haus Perez de Malvenda und am Hof Arents zum Begijnhof. Von dort machten wir uns auf den Weg in eine weitere Restaurantempfehlung um etwas ganz Besonderes zu kosten, eine Pizza – aber ein wirklich ganz außergewöhnliche Pizza. Mehr davon nach den Bilder von der Vormittagstour.

The next day!

The host of the Villa Chantecler borrowed us a tourists guide on Bruges in German for our stay. This tourists guide contained 4 or 5 routes through the city of which we did 2 on this day. The first one in the morning guided us from Simon Stevinplein through little streets and lanes to the House of Perez de Malvenda and further on to the Hof Arents to the Beginhof. From there we went back to the center of the old city to try out the next restaurant recommendation and something really special: a Pizza – but a really special Pizza. I will tell more about that Pizza right after the pictures of that morning tour.

Eine ganz besondere Pizza? Was kann das schon sein was eine Pizza besonders macht? Es handelt sich bei diesem Restaurant um das Amunì, wo es eine richtig leckere Slow Food Pizza gibt. Was zeichnet diese Slow Food Pizza nun aus? Das haben wir uns vom Pizzabäcker aus Sizilien persönlich erklären lassen und ich hoffe, ich gebe die Erklärung korrekt wieder. Zum einen wird der Pizzateig nicht mit normalen Weizenmehl gemacht und wird daher nicht mit Hefe getrieben, sondern als Sauerteig, der 24 Stunden bei 25° Celsius „geht“. Das, und die Verwendung eines speziellen Mehls mit weniger Kohlenhydrate und Zucker, soll die Bekömmlichkeit verbessern und das Essen leichter verdaulich machen. Und tatsächlich, obwohl es sich um eine normal große Pizza mit ordentlich Schinken, Mozzarella und Feigen als Belag handelte, hatte ich nach dem Essen kein Gefühl der Schwere und Völle wie bei anderen Pizzas.

Aber genug vom Essen! Nach dem Essen haben wir uns dem nördlichen Teil von Brügge gewidmet, welches von deutlich weniger Touristen durchstreift wird und wo wie manchmal fast alleine waren in den Straßen entlang der Kanäle, die hier Rei genannt werden.

A special Pizza? What can be so special about a Pizza? The restaurant we are talking about ist the Amun, where you can get a really tasty Slow Food Pizza. What is remarkable about that Slow Food Pizza? We got the explanation directly from the pizza maker from Sicily and I hope I quote him correctly. First thing is that the pizza dough is not a standard wheat flour dough and therefore not made with yeast but is based on a sourdough which needs to rest for 24 hours at 25° Celsius. This and the use of a special flour that contains less carb and sugar is supposed to increase the salubriousness and ease the digestion. As a matter of act, although I had a regular size Pizza with enough ham, mozzarella and figs on it, I did not have the feeling of being stuffed like I usually have with other Pizza.

But enough about eating! After lunch we had a walk through the northern part of Bruges which is a lot less visited by tourists and where we sometimes where almost alone on the streets along the canals which are called Rei.

Zeit, ein paar Worte über das Wetter zu verlieren. Das Wetter an der Küste ist ohnehin immer von weniger Niederschlägen geprägt und so hatten auch wir an diesem Wochenende Glück mit dem Wetter und im Verlaufe des Samstags gab es sogar längere Phasen mit Sonnenschein. Trotzdem wird es im April zum Abend hin sehr kühl, so dass wir am Nachmittag kurz ins B&B sind um die Jacken für den Abend zu wechseln. Gelegenheit für mich auch die schwere Kameratasche zurückzulassen, die ich schon den ganzen Tag über der Schulter hatte und die Tour am späten Nachmittag mit der kleinen, kompakten RX-100 IV zu machen, die uns auch nochmal durch den ruhigeren, nördlichen Teil führte – hier die Bilder damit: It is time to say a few words on the weather. The weather at the coast is less rainy anyway and so we had a lot luck with the weather on this weekend with even longer periods of sunshine during the Saturday. But still it can be really cold in the evening and so we decided to go to the B&B for a change of coats for the evening. This was the occasion for me to drop of my heavy camera bag which I already carried around the whole day on my shoulder and to switch over to my small, compact RX100 IV to shot our afternoon and evening tour again through the calm northern part of Bruges – these are the pictures:
Zum Abend hin machten wir uns dann auf die Suche nach einem Bistro, einer Brasserie oder Tapas-Bar, wo man in Ruhe etwas trinken und dazu eine Kleinigkeit essen kann. An dieser Stelle kann ich für einen Samstag Abend in Brügge nur folgenden, guten Rat geben: Reservieren, reservieren und nochmal reservieren! Wir hatten nach erfolglosen Versuchen in den einschlägigen Empfehlungen wie Quatre Mains oder Cookie’s einen Tisch zu bekommen dann noch richtig Glück und verbrachten den längeren Teil des Abends in einer weiteren Empfehlung der B&B-Betreiberin Virginie, der Wijnbar Est. Dort gab es neben Tapas und kleineren Gerichten vor allem eine sehr erlesene Auswahl guter Weine von Port (10 Jahre) über weiße und rote Weine aus aller Herrenländer (uns hat der 2014er Dawson’s Dry Hill aus Neuseeland besonders gut geschmeckt) bis hin zu weißem Madeira-Wein. Sehr zufrieden und auch ein wenig angeheitert machten wir uns am späten Abend auf den Heimweg, auf dem dieses Foto des Hauses von Perez de Malvenda entstand: In the early evening we started searching vor a bistro, brasserie or a tapas-bar where we could sit, drink a couple of glasses and eat a small dish. Let me put it like a good advice for a Saturday evening in Bruges: Place a reservation, place a reservation and again place a reservation! After a couple of useless tries to find a table at the recommended bars like the Quatre Mains or Cookie’s we where really lucky and found a nice table in another place recommend by our B&B host Virginie, the Wijnbar Est. They serve nice tapas and small dishes and a real nice selection of good wines starting with 10 year old port, red and white wines from all around the world (we liked the 2014 Dawson’s Dry Hill from New Zealand a lot) up to rare white Madeira wine. Late that evening we left the bar very satisfied and a little jingled to find our way back to the B&B on which I shot this pictures of the House of Perez de Malvenda:
Haus / House Perez de Malvenda
Haus / House Perez de Malvenda
Nach einer ruhigen Nacht begrüßte uns der Sonntag mit blauem Himmel und Sonnenschein und so entschieden wir uns vor der 3-stündigen Heimfahrt noch einen kleinen Abstecher nach De Haan und ans Meer zu machen. Dort kam dann doch noch das Telezoom SEL 55-210mm zum Einsatz, welches ich für die Stadttour eigentlich gut zu Hause hätte lassen können: After a real calm night the Sunday welcomed us with blue skies and sunshine and so we decided to go to the beach close to De Haan for a beach walk before we hit the three hours drive home. The final occasion to use the telecom SEL 55-210mm which I did not use at all in Bruges:
Sonnenbad / Sunbath
Sonnenbad / Sunbath
5-1
5-1
Im Dezember 2016 waren wir übrigens erneut in Brügge und Brügge im Winter ist auch etwas ganz Besonderes. Hier geht es zum Bericht! We went to Brugge again in December 2016 and Brugge in the wintertime is something really special. Click here to read about it!
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