Minolta SR/MC/MD

In der Zeit von 1958 bis 2001 baute Minolta Kameras und Objektive mit SR-Bajonett, von 1966 als MC- und ab 1977 als MD-Bajonett bekannt. Die Objektive aus dieser Zeit benutze ich heute immer noch (oder wieder). Und darüber werde ich schreiben…

Minolta has built cameras and lenses with SR-mount from 1958 until 2001, also known as MC-mount from 1966 and MD-mount from 1977. The lenses from this time are still in use by myself (or in use again). And this is what I will write about…

Fotografisch bin ich mit dem Minolta SR-Bajonett aufgewachsen; meine erste SLR-Kamera war eine Minolta XD-7. Zwischenzeitlich hatte ich mich vollständig von der Fotografie mit SLR-Kameras zurückgezogen, über die digitale Fotografie wieder den Weg zurück gefunden und nun meine Liebe zu den alten Minolta Rokkor-Objektiven wiederentdeckt. Hier mein aktuelles Line-Up: As a photographer, I sort of grew up with the Minolta SR-mount; my first SLR camera was a Minolta XD-7. Somewhere between then and now, I completly retired from photography with SLRs, found my way back through digital photography and now I rediscovered my love to the old Minolta Rokkor lenses. Legt me present my current Rokkor line-up:
20160524_DSC06030_ILCE-7RM2
21mm F2.8 | 28mm F2.8 | 35mm F2.8 | 50mm F1.4 | 85mm F2.0
Alle Objektive auf diesem Bild sind aus der Zeit vor 1980, denn Minolta-Objektive wurden nur bis ca. 1980 mit dem Namenszug „Rokkor“ versehen; es gab zwei Ausnahmen in 1985 mit dem Minolta MD Apo Tele Rokkor 300mm F2.8 und dem Minolta G-Rokkor 28mm F3.5 zwischen 1996 und 1998 (siehe auch Wikipedia unter Rokkor).

Die nachfolgenden Bilder geben einen Eindruck mit welchen Erwartungen man an das Thema Bokeh herangehen darf. Bokeh geht auch mit 21mm und mir gefällt es ausgesprochen gut. Man darf nicht vergessen, dass das 21mm F2.8 vor 1975 gebaut wurde, denn nur bis 1975 wurden mit zwei Buchstaben die Anzahl von Elementen und Gruppen in der Optik gekennzeichnet. „NL“ steht dabei für 12 Elemente (L) in 9 Gruppen (N). Auch das 28mm zeigt eine weiche Unschärfe bei F8 und das 50mm F1.4 überzeugt mich bei Offenblende mit einer guten Schärfe, wie das Portrait zeigt. Vielleicht wäre noch mehr Schärfe möglich gewesen, wenn das Bild nicht in einer fahrenden Bahn aufgenommen worden wäre.

All lenses on this pictures are from a time before the 1980s, because Minolta lenses were only branded with the name „Rokkor“ up to 1980ish. There were two exceptions, one with the Minolta MD Apo Tele Rokkor 300mm F2.8 in 1985 and the other with the Minolta G-Rokkor 28mm F3.5 between 1996 and 1998 (see Rokkor on Wikipedia).

The following pictures give an impression what expectations one my have when it comes to bokeh. Yep, you can do bokey with a 21mm and I like it very much. But you should not forget that the 21mm F2.8 was build before 1975, because the two letters indicating the number of elements and groups in the optics of the lens where only engraved up to 1975. „NL“ shows that this lens contains 12 elements (L) in 9 groups (N). The 28mm also shows a soft defocussing at F8 and the 50mm F1.4 convinces me at wide open aperture with a good sharpness as you can see in the portrait. Maybe a little more sharpness would have been possible if the picture would not have been taken in a rolling train.

Mein Eis
Bokeh: MC 21mm @ F2.8
Bokeh: MD 28mm @ F8
Bokeh: MD 28mm @ F8
Portrait MD 50mm @ F1.4
Portrait: MD 50mm @ F1.4
Auf einer kleinen Tour durch Köln habe ich neulich nur das 28mm F2.8 mitgehabt. Es zeigt wenig Flares im seitlichen Gegenlicht, wie die ersten drei Aufnahmen in der Galerie zu sehen. Jedoch sind starke Farbverschiebungen wie auf dem Bild vom Landungssteg in der Lichtspiegelung auf dem Wasser zu sehen, die jedoch leicht zu korrigieren sind, wie auf dem zweiten Bild daneben zu sehen. Die Abbildung hoher Kontraste sowie die geringen, kaum wahrnehmbaren Verzeichnungen sind auf der positiven Seite zu vermerken. I did a little tour through Cologne lately exclusively with the 28mm F2.8. It actually shows little liability to light from the side as shown in the first three images in the gallery. But it produces heavy chromatic aberrations as shown in the first image of the pear when looking at the light reflections on the water, but this is easy to correct, which is shown in the second image of the pear. Positiv again is the rendering of high contrasts and a barely noticeable distortion.
Straßenszene MD 28mm
Kontrast: Straßenszene MD 28mm
Verzeichnung / Distortion: MD 28mm @ F5.6
Verzeichnung / Distortion: MD 28mm @ F5.6
Verzeichnung / Distortion: MD 28mm @ F2.8
Verzeichnung / Distortion: MD 28mm @ F2.8
Um SR/MC/MD-Objektive an der A7RII zu benutzen benötigt man entsprechende Adapter. Ich habe diverse Adapter ausprobiert, darunter günstige Noname bis hin zu den teureren Novoflex-Adapter NEX/MIN-MD. Ich empfehle wärmsten nicht am Adapter zu sparen und in den Novoflex NEX/MIN-MD (auf Amazon.de kaufen) zu investieren. Man braucht schließlich nicht für jedes Objektiv einen Adapter, auch wenn es den Objektivwechsel einfacher macht. Tatsache ist, dass die günstigeren Adapter nicht wirklich gut sind und die Bildqualität verschlechtern können. So liest man immer wieder von Adaptern, die nicht vollständig dicht sind und Lichteinfall verursachen, von Adaptern, an deren Innenseiten sich das Licht reflektiert, auf dem Sensor landet und Fehler im Bild erzeugen oder Adaptern die nicht korrekt gefertigt sind, somit das Auflagenmaß nicht korrekt ausgleichen und eine Fokussierung auf unendlich unmöglich machen. Das haben alte Objektive nicht verdient und ganz besonders nicht die Rokkore.

An der A7RII besteht die Möglichkeit für den Steadyshot eine Brennweite manuell vorzugeben, was eine Stabilisierung von manuellen Objektiven ermöglicht. Leider wird der eingestellte Wert nirgendwo in den Exit-Daten gespeichert, damit man diesen später auslesen kann. Es gibt jedoch eine Möglichkeit das Objektiv, die Brennweite und einen Blendenwert in den Exifs festzuhalten:

Die App Objektivkompensation

Diese App ermöglicht:

  • das Anlegen von Objektivprofilen für alle adaptierten Objektive,
  • Speichern von Brennweite für z.B. SteadyShot und Korrekturwerten für  Randschattierung, Farbabweichung und Verzerrung

Einen kleinen Nachteil hat die App aber auch: Die Bedienung der Kamera ist etwas langsamer und träger, aber was nimmt man nicht alles für in Kauf für saubere Exit-Daten und eine funktionierende Stabilisierung. Hier noch zwei Links zur App:

Technische Daten der App Objektivkompens.
Hilfetext für PlayMemories Camera Apps – Objektivkompens.

Using SR/MC/MD-lenses on an A7RII requires mounting adapters. I tried several different adapters from low-priced noname products up to the higher priced Novoflex NEX/MIN-MD and I can only and highly recommend not to save money on this item and to go for the Novoflex NEX/MIN-MD adapter (buy on eBay.com). There is no need to buy an adapter for each lens, even if it makes changing lenses a bit easier. Fact is that cheaper adapters are not really good and may cause a decrease in image quality. There are enough reports on adapters causing light incidence, adapters which reflect light on the inside and onto the sensor causing image errors or adapters that do not have the correct flange measure and make it impossible to focus on infinity. These nice old lenses diserve better and especially the Rockers do.

The A7RII offers the functionality to manually enter the focal length of the lens mounted to correctly enable the sensor stabilization for manual lenses. Unfortunately, this value is not stored in the exif data of the image for further usage. But there is an alternative solution to register a lens name, the focal length and an aperture in the exifs which is:

The lens compensation app

This app enables the photographer to:

  • define lens profiles for all adapted lenses
  • store focal length for SteadyShot and correction parameter for vignetting, color deviation and distortion

But there is also one minor downside with the app: Operating the camera is slower and tardy, but I think this is the price to pay for having exif information in the image and working sensor shift. Here are two links on the app:

Technical specifications for lens compensation app
PlayMemories Camera Apps Help Guide – lens compensation

Hier nochmal alle obigen und andere Bilder als Galerie – weitere werden folgen:  All above and other images in the this gallery – further pictures shortly:
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2 Antworten zu Minolta SR/MC/MD

  1. juergen61 sagt:

    🙂
    da sind wir fast zeitgleich gestartet..ich hatte die XD 7 in der Hand aber mir gefiel persönlich die Olympus OM 2 besser…leider komme ich damit heute nicht weiter, schon gar nicht beruflich…und musst zu Canon wechseln…aber mit Adapter zeigen die alten Om Objektive wie das 21mm oder das 90mm Makro das sie auch heute noch super sind…trotzdem fristen sie einen Nostalgieplatz im Regal.
    Beste Grüsse, Jürgen

    • J. Haag sagt:
      Verfasser

      Hi, ich habe mich damals für die XD 7 entschieden, weil die Blendenautomatik so klasse fand. Am Objektiv die Blende auf 22 arretiert, die Belichtungszeit auf 1/125 eingestellt, ISO 400er rein und man konnte Outdoor-Reportage machen bis der Winder rauchte.
      Ich hätte damals auch Olympus, Canon oder Nikon nehmen können, aber sowie Heute waren auch damals die beiden Großen nicht wirklich innovativ.
      Ich habe damals alles Analoge verkauft, was ich schon mehrfach bitter bereut habe. Über das Rokkor 35 F2.8 bin ich wieder auf die Schätze aufmerksam geworden, habe mich daran erinnert und nach und nach wieder eingekauft. Schade, dass ich Moment so wenig Zeit habe, denn an der A7RII macht es wieder richtig Spaß.

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