Köln auf Film / Cologne on film – Neu-Ehrenfeld, Ehrenfeld

Ich habe mir wieder eine Minolta XD-7 gekauft! Ja, eine analoge Filmkamera im 35mm Kleinbildformat und es gibt nur eine Sache, die ich bereue: Es nicht schon viel früher gemacht zu haben.

I got myself a Minolta XD-7 (XD11) again! Yes, a analog film camera in 35mm format and there is only one thing I regret: That I waited so long to do this.

Die Minolta XD-7 kam 1977 auf den Markt und ist die Kamera meiner fotografischen Anfänge; auf der Kamera habe ich fotografieren gelernt. Alleine das wäre schon Grund genug gewesen sich wieder für diese Kamera zu entscheiden und da ich auch eine ganze Reihe Minolta MD Rokkor-Objektive habe, die ich auch an der Sony A7RII verwende, war die Entscheidung für diese Kamera schon fast zwingend. Übrigens, die Minolta XD-7 war die erste Kamera mit automatischer Belichtungssteuerung beim Einsatz eines MD-Rokkor-Objektivs. Hierfür wird der Funktionsring auf „S“ und der Blendenring am Objektiv wird auf den grün markierten Blendenwert mit der größten Blendenzahl eingestellt. Nun kann man durch Drehen des Verschlußzeitenrades die gewünschte Verschlußzeit vorwählen. Im Sucher wird die für die gewählte Verschlußzeit automatisch gewählte Blende durch Leuchtdioden angezeigt.

Für mich ganz besonders spannend war die Frage, ob die Kamera, wie vom Verkäufer angepriesen, im voll funktionstüchtigen Zustand ist. Ein Problem bei diesen Kameras ist, dass mit zunehmenden Alter das System rund um die Belichtungsmessung nicht mehr sauber funktioniert und die Bilder falsch, d.h. meist überbelichtet werden. Also habe ich mich an einem Sonntag mit 2 Filmen auf den Weg nach Köln Neu-Ehrenfeld gemacht. Angefangen habe ich mit einem ILFORD HP5 Plus (ISO 400). Ich habe mich aus 2 Gründen für diesen Film entschieden. Erstens war es ein trüber Tag, so dass ISO 400 ca. 2 Blenden Reserve bei der Belichtung gibt und zweitens mag ich diesen Film, weil er trotz der Lichtempfindlichkeit nur eine feine Körnung erzeugt. Hier meine Ausbeute aus einem 24er Film – ich bin glücklich, dass die Kamera einwandfrei funktioniert:

The Minolta XD-7 (aka MD11 in the U.S.A.) was presented to the world in 1977 and is the camera of my photographer beginnings; the camera I learned shooting on. This alone should be reason enough to go for this camera again and since I have a good line-up of Minolta MD Rokkor lenses which I regularly use on my Sony A7RII the decision to buy a used Minolta XD-7 was almost compelling. By the way, the Minolta XD-7 (XD11) was the first camera with an automatic exposure control when using a MD-Rokkor lens. Setting the modus wheel to „S“ and the aperture ring on the lens on the green highlighted aperture value with the biggest aperture number switched the camera into this mode. By choosing the desired exposure time on the exposure time wheel the automatically selected aperture number was displayed in the viewfinder by a series of LED.

The most exiting thing to me was the question, whether the camera was fully-functioning as claimed by the seller. One problem with these cameras when getting into a certain age is, that the exposure metering system is sometimes not working properly and the images are incorrectly exposed which means over-exposed. So I picked a Sunday, 2 films and went to Cologne Neu-Ehrenfeld to go for a first test.
I started with an ILFORD HP5 Plus (ISO 400) and this for 2 reasons. Firstly, it was a rather dull day with acloudy sky so that ISO 400 was a good choice because it gives up to 2 stops as a reserve for exposure and secondly, because although its sensitivity it only generates very fine grain. This is my exploit of this 24 images film – I am very happy that the camera is working properly:

Ehrlich: Ich schaue mir die Bilder an und mir wird warm ums Herz. Trotz der Digitalisierung der Negative sehe ich die Seele des Films in den Bildern – etwas, das kein Sensor dieser Welt jemals liefern kann.

Apropos Film und Digitalisierung: Den Film habe ich bei Mein Film Lab entwickeln und in der Größe XL mit ca. 18 Megapixel je Negativ scannen lassen. Die Negativstreifen habe ich mir per Post zuschicken lassen, damit ich immer wieder mal Abzüge erstellen lassen kann. Die Kosten für 2 S/W-Filme (Entwicklung, Scan und Versand der Negative) liegen bei ca. 30 Euro. Das ist ein fairer Preis, besonders da die Filme individuell behandelt und die Scans mit größter Sorgfalt manuell nach Sicht und nicht per Automatik durchgeführt werden. Ich hatte bereit Zeit und Gelegenheit meinen Epson V370 Scanner mit Negativ-/Dia-Einsatz zu testen und zu schauen, ob ich die Scans nicht vielleicht selber machen kann – lohnt aus zwei Gründen nicht:

  1. Ich habe es trotz hohem Zeitaufwand und Recherche hinsichtlich Optimierung nicht geschafft auch nur ansatzweise die Qualität zu erreichen, welche die vom Labor erstellten Scans haben.
  2. Der Zeitaufwand für das Einlegen der Negativstreifen, die Durchführung der Scans und die Nachbearbeitung relativiert die mögliche Kostenersparnis – in der Zeit mache ich lieber andere Dinge, wie z.B. Fotografieren.

Vielleicht würde das mit einem anderen, besseren und teureren Scanner anders sein, aber für die ca. 450 € kann ich ca. 30 Filme scannen lassen bevor der Scanner anfängt sich zu amortisieren – den Zeitaufwand noch nicht berücksichtigt.

Honestly: I look at the pictures and this warms my heart. Although the images – or better the negatives – have been digitized the soul of the film is visible in the images and this is something no digital sensor of this world can ever deliver.

Talking about film and digitalization: The film was developed and scanned in size XL with 18 megapixels per negative by Mein Film Lab. The stripes with the negatives have been send back to me so that I can get prints out of them when I want. The costs for 2 black and white films (development, scan and shipping) are about 30 Euros. This is a fair price, especially when considering that the films are individually treated and the scans are performed with special care by sight and not automatically. I already had the time and opportunity to test out what my Espson V370 scanner with negative-/dia-holder can deliver and whether I can save some money on this and scan on my own – this is not worth it because of the following two reasons:

  1. I did not succeed to get any close to the quality level of the scans coming from the professional lab, although I invested a lot of time and research regarding optimization of the scan.
  2. The amount of time consumed by inserting the negative stripes into the holder, the scanning itself and the post-processing puts a different light on the cost savings – I will rather use this time to other stuff – photography for example.

Maybe this all would be different with a another, better and more expensive scanner, but the 450 € for the new scanner pays the professional scanning of 30 films before the scanner starts to pay off – not included the amount of time sitting here doing the scanning.

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4 Antworten zu Köln auf Film / Cologne on film – Neu-Ehrenfeld, Ehrenfeld

  1. zeitlauf sagt:

    Freut mich das die Minolta funkt. Ich sag ja immer so: Je weniger Elektronik so ein Ding hat, desto größer ist die Chance das die Dinger auch funktionieren.
    Ich verstehe deine Euphorie, bei mir hält die schon seit gut fünf Jahren an 😉
    LG peter

  2. Susanne Jupe sagt:

    Die Bilder mag ich auch; deine Euphorie kann ich als Digknipser nicht so wirklich nachvollziehen, aber ich denke, deshalb wirst du mir nicht böse sein 🙂 Liebe Grüße, Susanne

    • J. Haag sagt:
      Verfasser

      Nein, warum sollte ich Dir böse sein. Die Euphorie kommt aus der Nostalgie, der Erinnerung an alte Zeiten, an meine Anfänge und Lehrzeit. Ich genieße jede Minute mit der XD-7 und den passenden Objektiven, dem Belichtungsmesser und die Spannung beim Warten auf die Bilder.

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