Sony A7II – erste Bilder / first shots

Eine kleine Ära geht zu für mich zu Ende. Über viele Jahre hat mich das Sensorformat APS-C auf unseren Reisen begleitet – damit ist es nun vorbei und an die Stelle der alpha 6000 tritt nun die Sony A7II. Die Gründe dafür sind recht simpel.

A little era is ending – for me personally. The sensor format APS-C has been with us on our journeys for many years – this is over now and a Sony A7II is taking the place of the alpha 60000. The reasons for this are quite simple.

Bye, bye APS-C

2008! Fast 9 Jahre ist es her seit uns die erste, digitale Spiegelreflex auf die Reise nach Peking begleitet hat. Relativ kurz vor der Reise habe ich mich dazu entschieden eine neue Kamera zu kaufen und diese Reise nicht mit einer digitalen Kompaktkamera anzutreten, die zu der Zeit schlechtere Bilder machten als heutige Smartphones. Damals wurde es eine Sony alpha 700 mit SAL 16-105 DT – eine ideale Reiseausrüstung, wenn ich heute darüber nachdenke.

Bereits 1 Jahr später fand mit der Sony alpha 850 eine digitale Spiegelreflex mit 35mm-Sensor den Weg in meine Ausrüstung, aber APS-C Kameras gab es immer mindestens eine in meinem Schrank. A55, A77, NEX-7 und schließlich die A6000 begleiteten uns auf so einige Reisen in Europa, Afrika und Nordamerika und keine dieser Kameras hat mich je in Sachen Bildqualität enttäuscht oder mich technisch im Stich gelasen. Die Entwicklung in Bereichen wie ISO, Serienbildrate, Auflösung, Bildqualität und Funktionalität war rasant und besonders die Einführung des elektronischen Suchers und der spiegellosen Kameras haben mich nie an der Entscheidung pro Sony zweifeln lassen. Und so hat sich eine recht vollständige Sammlung von APS-C Objektiven zur A6000 gesellt, die von 10 – 210 mm (15 – 315 mm an Kleinbild) alles für die Reise abdeckt:

2008! It’s almost 9 years since the first digital SLR travelled with us to China, Beijing. Only a few days before we started on that journey I decided to buy a new camera and not to go on that trip with one of those small digital compact point-and-shoots, which made worse pictures at that time than do smartphones today. I decided to go for a Sony alpha 700 with a SAL 16-105 DT – the ideal travel equipment when I think about it.

Only 1 year later, I extended my gear with a Sony alpha 850, a digital SLR with a 35 mm sensor, but there always was at least one APS-C camera in my gear cupboard. A55, A77, NEX-7 and finally the A6000 accompanied us on quite a couple of journey in Europe, to Africa and North-America and none of these cameras ever let me down or disappointed me when it came to image quality. The development and technical improvement in the areas of ISO, frames per second rate, resolultion, image quality and functionaly was breath-taking and especially the introduction of the electronic view-finder and the mirrorless cameras alike never let raise doubts on my decision to use Sony camera equipment. And so I built up a quite complete collection of APS-C lenses matching the A6000 to cover the area from 10 – 210 mm (15 – 315 mm on 35 mm sensors), which is all you may need for travelling:

20170116_dsc02293_dsc-rx100m4

Motivation

Aber wenn ich mit der A6000 und den Ergebnissen beim Einsatz als Reisekamera so zufrieden war, warum sich dann davon trennen? Nun, die Begründung ist relativ einfach: Es gibt mittlerweile ein paar Funktionen bei den neueren, spiegellosen Kameras, die ich an der A6000 vermisse (z.B. Sensorstabilisierung), so dass früher oder später ohnehin eine neue Kamera anstand. Die A6500 verfügt über diese Funktion, kostet aber etwas mehr als eine A7II und da ich ohnehin über Objektive verfüge, die den Brennweitenbereich von 16 – 300 mm an Kleinbildkameras abdecken, den Serienbildmodus nicht benötige und mit dem Touchscreen der A6500 nicht wirklich warm geworden bin, habe ich mich für die A7II entschieden. So kann ich zukünftig zwei Kameras mit einem Satz Objektive auf Reisen mitnehmen. Die Lichtstärke der Zoom-Objektive ist bei den Kleinbild- und APS-C-Objektiven gleich, bietet aber an Kleinbild etwas mehr Potential für Freistellung bei sichtbar besserer Abbildungsleistung. But why sell the A6000 and the APS-C lenses when I was that satisfied with the results using it as a travel camera? Well, the reasons are quite simple: There now are a couple of functions available in the newer, mirrorless camera that I really do miss with the A6000 (e.g. sensor-stabilisation), which – sooner or later – results in getting a new camera anyway. The A6500 has this functionality but is also a bit more expensive than the A7II and since I have all the lenses anyway to cover the range from 16 – 300 mm on a full-frame sensor, I don’t need the high frame rate for sports and I did not get along very well with the touchscreen of the A6500 I selected the A7II as a replacement of the A6000. This way, I can take two cameras on travel with only one set of matching lenses. The max aperture on the zoom lenses is the same for full-frame and APS-C lenses, but the the full-frame lenses over a bit more potential for background separation at a much better image quality.

Erste Erfahrungen / First experiences

Wieder einmal habe ich mich an einem Sonntag morgen auf einen Spaziergang durch Köln begeben – dieses Mal mit dem selbstgewählten Thema „Urban Trees“, bei dem ich einzelne Bäume im Kontext der Stadt fotografiert habe. Das Thema eignet sich außerdem hervorragend die Bildqualität der Kombination von Sony A7II und FE 24-70 mm F4 OSS ZA in den Ecken zu bewerten, wenn die Konturen der Äste sich bis in diese Bereiche des Bildes erstrecken. Once again, I did a walk through Cologne on a sunday morning – this time with self-assigned subject I called „Urban Trees“, where I photographed single trees in the context of the city. This subject is very well usable to evaluate the image quality of the Sony A7II in combination with the FE 24-70 mm F4 ZA OSS in the corner, especially in images where the branches reach into the corners of the picture.

Resumée

Die A7II bietet mir die Haptik, Größe, Bedienung und mit Sensorstabilisierung und Augen-AF annähernd die Funktionalität der A7RII – lediglich der elektronische Verschluß und die variabel definierbare Mindestverschlußzeit fehlen. Dabei haben die Bilder die gleiche Größe der Bilder aus der A6000 bei ungefähr einer Blende besseren ISO-Werten. Das Sony FE 24-70 mm F4 ZA OSS spielt an der A7II seine vollen Fähigkeiten aus. Das Mehrgewicht von ca. 250 Gramm gegenüber der A6000 wird auf Reisen dadurch ausgeglichen, dass ich nun 2 Kameras mit einem Satz Objektive mitnehmen kann und ist der Preis für die bessere Haptik und den größeren Sensor. Wahrscheinlich werde ich eine Sache vermissen: das Sony E 16-70 mm F4 ZA OSS, denn das ist das ideale Reiseobjektiv – besonders für Kurzurlaube und Städtereisen. The A7II offers the haptics, size, handling of the A7RII and with sensor stabilisation and eye-AF almost the same functionality – only silent shutter and the configurable slowest shutter speed are missing. Images out of the A7II have the same size as the images out of the A6000 at lower ISO values (about one stop). The Sony FE 24-70 mm F4 ZA OSS delivers its best on the A7II. The increase of weight by about approx. 250 grams in comparison with the A6000, especially while travelling, is compensated with the fact that I can have two camera bodies with one set of matching lenses in my bag by having the better haptics and the bigger sensor. There is one thing I will probably be missing: the Sony E 16-70 mm F4 ZA OSS, which is the ideal travelling lens – especially for short trips or city travels.
Advertisements

8 Antworten zu Sony A7II – erste Bilder / first shots

  1. Bommel sagt:

    Hallo,
    vielen Dank für den Artikel. Ich bin von der D7200 auf die Sony A7Ii umgestiegen. Warum?
    Ja Vollformat hat mich schon gereizt. Die D750 war ein Stück teuerer. Und was ich wollte die Lupe und das Fokuspeaking. Die Sony ist schon hervorragend. Mit dem billigen 50mm/1.8FE wird die zur(Zitat) „Vollformatkamera die man mal so dabei habe kann“.
    Aber ich mache sehr gern Fotos von Blüten Pflanzen mit sehr wenig Licht. Da macht einem die Sony das nicht so leicht. Der elektronische Sucher ist da deutlich benachteiligt. Fokuspeaking nützt da so gut wie gar nichts. Gut, da ist ja noch die Lupe, aber bei wenig Licht rauscht der Sucher der Sony gewaltig, es lässt sich nicht so gut scharf stellen. Der optische Sucher der Nikon war da im Vorteil. Also muß ich erst die Lichtstärke erhöhen um zu fokusieren und dannach wieder abzublenden.
    Was bei der Sony fast zwangsläufig kommt, ist das adaptieren von Altglas. Ich bin nicht so sehr ein Freund davon. Ich habe es aber trotzdem getan. Ich habe mir ein altes Minolta Viabrillant 28mm/2.8 gekauft (ca.40€), der Adapter noch mal so ca 30€. Wenn ich da sehe was die einfache Kidlinse (28-70) kostet ca. 400 und was die an Bildqualität liefert, na da kann das Minolta locker mithalten. Landschaften fokusieren sowieso sehr viele manuell. Also ist der Af auch kein Problem. Und ich habe schon das nächste Altglas zugelegt.
    Ich war kein Fan von manueller Fotografie, jetzt mache ich das sehr sehr gern.

    • J. Haag sagt:
      Verfasser

      Hallo,
      Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Versuche doch bei Makro mal die Einstellung, die man auch für Studio verwendet: Elektronischer Sucher – alle Einstellungen aus. Dann sollte das Fokussieren auch bei geschlossener Blende und bei dunklen Bedingungen möglich sein.
      Gruß, Jörg

  2. Stefan Käufer sagt:

    Hallo Jörg, auch wenn ich deine Gedanken nachvollziehen kann, habe ich mich genau andersherum entschieden und dein Artikel über den „unfairen“ Vergleich des 24-70 mit dem 16-70 hat den letzten Ausschlag gegeben.
    Ein 16-70 (oder besser 24-105) war das Objektiv, was ich im FE-Mount am meisten vermisst habe und nachdem Sony die von vielen geforderten 2,8er Objektive gebracht hat, war mir klar, dass sich dieses System preislich und gewichtsmäßig in eine Richtung entwickelt, die ich nicht mehr mitgehen will. Selbst wenn in näherer Zukunft noch ein 24-105/4 oder (24-120/4) erscheint, muss es in Preis und Gewicht über dem 24-70/4 liegen und wird wahrscheinlich optisch mit Kompromissen behaftet sein.
    Nach dem Downsizing auf die a6500 passt meine komplette Fotoausrüstung und ein 12″ Macbook zusammen in eine Tasche, die ich bei den meisten Fluglinien als zusätzliches Handgepäckstück mitnehmen kann. Davon konnte ich mit der FE-Ausrüstung nur träumen. Und bessere Bilder habe ich mit Kleinbild auch nicht gemacht – da ist der limitierende Faktor wie meistens hinter dem Sucher zu finden.

    • J. Haag sagt:
      Verfasser

      Hallo Stefan,
      Danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Es ehrt mich, wenn ich mit meinem kleinen Blog ausschlaggebend für Entscheidungen bin. Für mich war bei der Entscheidung auch wichtig ein vollwertiges Backupsystem für Aufräge zu haben – daher die Entscheidung hin zur A7II. Für den Urlaub – nicht für die Fotoreise – war mir das APS-C System schon wieder zu viel und so bereite ich gerade für die nächste Reise den nächsten Kauf vor. Stay tuned und vielleicht kann ich überraschen – registriert bist Du ja jetzt, Danke fürs Folgen.

  3. Ramin sagt:

    Lieber Jörg

    Wunderschönes Artikel und bin im großen und ganzen deiner Meinung.
    Ich bin auch im Besitz einer A7II und bin voll zufrieden. Der einzige Grund das Ich aber keine a7rII besitze ist das das ich es mir nicht leisten will.
    Der a7rII mit 42MP hat zwar viel kleinere Pixelgröße aber aus 2 Gründen
    1) fehlender AA-Filter und
    2) BSI Technologie
    wenn nicht besser zumindest die gleiche ISO-Perfrmance liefert.
    Ein anderer großer Vorteil vom A7rII ist die Möglichkeit das du deine Lieblings-Reiseobjektiv (Sony E 16-70 mm F4 ZA OSS) weiterhin fast ohne Einschränkung auf APS-C Modus mit etwas weniger Pixel (Ich schätze ca 18 MP) betreiben kannst.

    LG Ramin

  4. Plekuz sagt:

    Thank you for this article. You mention the lack of Eye-AF on the A6000 a couple of times. I have that camera as well and it does have Eye-AF (I have it assigned to AEL button). Did you mean something else perhaps? Really liked reading about your A7II experience, because I have been thinking about getting one as well for some time now.

    • J. Haag sagt:
      Verfasser

      Hello,
      thanks for your comment. You are completely correct and I corrected my mistake.
      Greetings, Joerg

  5. Susanne Jupe sagt:

    Ich kann deinen Gedankengang bezüglich der Kameras nachvollziehen. 🙂
    Deine Fotoserie Urban Threes finde ich gut; hier gefallen mir Gitterersatz und Friesen 16 mit am besten.

    Liebe Grüße, Susanne

Ich freue mich auf Deine Meinung:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s