Sony RX10 III als Portraitkamera / Sony RX10 III as a portrait camera

Nachdem die Sony RX10 III sich als ideale Kamera für Wanderungen und als akzeptables Werkzeug für Landschafts-, Tele- und in Ansätzen für die Makrofotografie bewiesen hat, möchte ich heute zeigen, wie es im Bereich der Portraitfotografie aussieht.

Shortly after the Sony RX10 III has proven to be the ideal camera for hiking and an acceptable tool for landscape, tele and somehow even for makro photography, I would like to show today how it performs in the area of portrait photography.

Über allem steht natürlich die Frage, ob Kameras mit 1″ Sensoren grundsätzlich und überhaupt für diesen Einsatzbereich geeignet sind, denn alleine die Größe des Sensors führt in diesem Bereich zur Verstärkung der physikalischen Effekte auf die Qualität und Ausprägung der Unschärfe. Sicherlich, mit einer angepassten Herangehensweise und etwas Mehraufwand in der Nachberarbeitung lassen sich auch mit Kompaktkameras wie z.B. der RX100 ansprechende Portraitfotos erstellen – den zugehörigen Beitrag findet ihr hinter dem nachfolgenden Bild. Of course, above all is the question, whether a 1″ sensor class camera is usable in this field at all since just the simple size of the sensor leads to a magnification of the effects of the physical effects on quality and intensity of a shallow depth of field in this area of photography. Certainly, with a slightly adapted approach and some more efforts in post processing of the images compact cameras like the RX100 can be used to produce pleasing portrait photographs – the referring post can be found by clicking on the following picture.

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Die Sony RX10 III hat durch den größeren Brennweitenbereich natürlich Vorteile gegenüber der RX100 IV und V, deren Objektiv bereits bei 70 mm endet. Und da sich der Unschärfeeffekt bei gleicher Blende durch eine größere Brennweite und etwas mehr Abstand zum Objekt / Motiv verbessern lässt, erscheint es im ersten Moment so, als ob die Sony RX10 III auch diesen Bereich der Fotografie hinreichend gut bedienen könnte.

Während eines Indoor- und Outdoor-Shootings mit der analogen Mittelformatkamera habe ich immer mal wieder ein paar Bilder mit der RX10 III und der Sony A7RII gemacht, an letzterer mit dem Sony FE 1.8/55 mm ZA und dem Canon EF 1.8/85 mm mit dem TechArt III-Adapter. Die digitalen Bilder erheben keinen künstlerischen Anspruch und dienen ausschließlich dem Zweck des technischen und optischen Vergleichs.

The Sony RX10 III with the larger focal length available surely has some advantages over the RX100 IV and V with its lens ending already at 70mm. Since the effect of a shallow depth of field gets better with a longer focal length at the same aperture by choosing a bigger distance to the object / motive, the first impression may be that the Sony RX10 II could adequately serve as a tool for this area of photography as well.

I took a couple of shots here and there with the RX10 III and the Sony A7RII during an in- and outdoor shooting with the analog medium-format camera. The Sony A7RII pictures where shot with the Sony FE 1.8/55 mm ZA and the Canon EF 1.8/85 mm with the TechArt III adaptor. The digital images were not shot to create perfect portraits and their purpose is simply to provide images for technical and optical comparison.

85mm

Wie die beiden Bilder oben zeigen, zeigt sich im Unschärfebereich bei einer äquivalenten Brennweite von 85 mm erwartet deutlich der Effekt des kleineren Sensors. Hinzu kommt, dass die RX10 III bei vergleichbarer Brennweite von 85mm automatisch auf Blende 3,5 geht und somit den Schärfentiefebereich erweitert.
Im Folgenden nun Bilder, die bei größeren Brennweiten gemacht wurden und die wie erwartet einen angenehmeren und schöneren Unschärfebereich zeigen, je größer die Brennweite wird. Allerdings vergrößert sich der Abstand zum Motiv so enorm, dass zum einen oberhalb von 200mm nur noch Aufnahmen im Hochformat sinnvoll waren und zum anderen die Kommunikation mit dem Model entweder durch lautes Rufen oder per Zeichensprache erfolgen konnte. Für schöne Portraitaufnahmen mit gefälliger Schärfentiefe, die mit der RX10 III durchaus möglich sind, sollte man dann also ein Walkie-Talkie einplanen. Ein weiterer, großer Nachteil der großen Brennweiten ist die Verengung des Bildwinkels. Um bei Brennweiten oberhalb 200mm Aufnahmen im Querformat zu machen, vergrößert sich die Distanz zwischen Model und Fotograf noch einmal um einige Meter. Mit dieser großen Distanz, egal ob nun Quer- oder Hochformat, verliert sich jeglicher Kontakt zwischen Model und Fotograf, was unweigerlich dazu führt, dass das Model denkt, es werden keine Aufnahmen mehr gemacht und somit die Pose und Konzentration verliert.
As shown with the two images above, the area of blur clearly shows the effect caused by the smaller sensor when shooting at an equivalent focal length of 85 mm. Additionally, the depth of field is enlarged by the fact, that the RX10 III can only use a widest aperture of 3.5 at the focal length of 85 mm.
The following images were shot at longer focal lenghts and which unsurprisingly show a more pleasing and nicer out-of-focus area with an increasing focal length. The downside is that the distance to the model is getting so long, that images shot above 200 mm focal length do only make sense in portrait format on one hand and on the other hand communicating with the model can only be done by either shooting through the woods or using some kind of strange sign language. You should put a Walkie-Talkie in your bag to create portrait images with a nice shallow depth of field, which are possible with the RX10 III. Another, big downside of the long focal lengths is the narrowing of the angle of view. Taking pictures in landscape format with focal lengths above 200 mm is extending the distance between model and photographer by another couple of meters. With this big distance, no matter if portrait or landscape format, any contact between model and photographer is lost which automatically makes the model thinking that the shooting is interrupted and that there is no more need to hold the posing and the concentration.

200mm +

Blitz mit Funkfernauslösung

Sowohl die A7RII als auch die RX10 III verfügen über den sogenannten Silent Shutter, der sowohl den ersten als auch den zweiten Verschlussvorhang elektronisch durchführt. Im Gegensatz zur A7RII, bei der in diesem Modus das Signal auf dem Blitzschuh ausgeschaltet ist, wird bei der RX10 III der Blitz ausgelöst, was aber nur bis Belichtungszeiten oberhalb 1/100 Sekunde funktioniert. Kürze Belichtungszeiten führen zur Sichtbarkeit des elektronischen, zweiten Verschlußes im Bild, wie nachfolgend zu sehen.

Flash with remote trigger

Both, the A7RII as well as the RX10 III have the so called silent shutter where the first and second shutter curtain are performed electronically. In contrast to the A7RII, where this mode eliminates the flash signal on the flash mount, the RX10 III triggers the flash, but only with exposure times above 1/100 of a second. Shorter exposure times lead to showing the second electronic shutter in the pictures as shown below.

Fazit

Ich mache es kurz: Ja, man kann mit der RX10 III schöne Portraits machen – im Notfall und mit den beschriebenen Methoden und / oder Einschränkungen. Fotografen, die mit dem Gedanken spielen, eine APS-C- oder Vollformat-Ausrüstung durch eine RX10 III zu ersetzen, sollten die Portraitfotografie nicht auf der Liste der bevorzugten Fotobereiche haben oder bereit sein die Portraitfotografie aus dem Repertoire zu nehmen. Für alle andere Bereiche halte ich die Kamera – mit kleineren Kompromissen – für geeignet und einsetzbar. Um im Bild zu bleiben: sie ist eine Wollmilchsau, kann aber noch keine Eier legen.

Verdict

To cut a long story short: Yes, you can make nice portraits with the RX10 III – if you don’t have a better camera available and with the mentioned methods and / or limitations. Photographers playing with the thoughts to replace an APS-C or full-frame gear with an RX10 III should not have portrait photography on their list of prefered photo activities or should at least consider to take portrait photography out of their repertoire. For all other areas of photography I value this camera as adequate and useful – with minor compromises. To stay in the picture: it is the Swiss army knife – just without the pair of scissors.

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