New York 2018

4 Jahre sind seit unserem letzten Besuch des Big Apple nun vergangen und auch von dieser Reise möchte ich berichten. Dieses Mal haben wir nach 6 Tagen New York noch eine Woche Chicago angehängt, so dass es mir sinnvoll erscheint, für jede dieser Städte einen eigenen Beitrag zu verfassen. Außerdem möchte ich dieses Mal weniger auf das Touristische und die Sehenswürdigkeiten eingehen, sondern mehr das Fotografische und die Ausrüstung in den Vordergrund stellen, denn dieses Reise hat etwas an dem Fotografen in mir verändert – aber dazu später mehr im Detail!

Vorbemerkung: Wer sich für das Touristische an New York interessiert, für den gibt es den Reisebericht aus dem September 2014 unter https://joerghaag.com/2008/06/01/altere-reiseberichte-als-pdf/ und die Bilder aus 2014 im zugehörigen Flickr-Album.

Wie in der Einleitung angedeutet, steht in diesem Beitrag das Fotografische und die Ausrüstung für und während dieser Reise im Vordergrund und das hat einen besonderen Grund: Selten habe ich mir im Vorfeld und in der Vorbereitung so einen Kopf darüber gemacht, was ich an Fotoausrüstung mitnehmen soll. Einerseits war die Überlegung möglichst leicht, also mit wenig Ausrüstung in der Stadt unterwegs zu sein – zumal es sich bei New York auch nicht um einen „first visit“ handelte. Andererseits gabe es fotografische Pläne für diese Reise, von denen Zwei für den Einsatz von Graufiltern ein Stativ erforderten, womit wir dann auch schon beim ersten Punkt der Ausrüstung wären – das Stativ.

Stativ

Eigentlich dachte ich, ich sei mit dem Tiltall TC-254 inkl. Kugelkopf BH-20 für alles gerüstet; das Gewicht ist mit ca. 1,5 kg gerade noch akzeptabel um es im Koffer zu transportieren, die Tragfähigkeit mit bis zu 10 kg, die maximale Arbeitshöhe von 148 cm und das eingebaute Einbeinstativ machen es zu einem Allrounder. Wie so häufig ist das Bessere des Guten Feind, so auch in diesem Fall, wobei sich besser hier ausschließlich auf leichter bezieht. Es ergab sich nämlich ein einmalig günstiges Angebot für ein Sirui T-025X mit C-10S als Kugelkopf: Gewicht inkl. Kopf ist 880 Gramm, Arbeithöhe 130 cm und Tragfähigkeit bis 4 kg, was bei den modernen, spiegellosen Kameras inkl. schwerem Objektiv locker reicht. Entscheiden war letztlich das Packmaß von 30 cm, welches 23 cm weniger als beim Tiltall sind. Das auch damit gute Aufnahmen gelingen beweisen diese Bilder:

New York 2018

New York 2018

New York 2018

Die gezeigten Bilder decken auch die beiden, geplanten Fotospots ab, für die ich das Stativ mitgenommen habe. Für den Grand Central Terminal habe ich mir extra eine Stativgenehmigung besorgt, die über das Formular am Ende dieser Seite zu beantragen ist: https://www.grandcentralterminal.com/filming-photography/.

Das Bild von Pier 1 in Brooklyn ist nicht ganz so wie gewünscht, stellt mich aber doch zufrieden. Zur Erläuterung: Während unseres Aufenthalts in New York gabe es eine Hitzewelle mit Temperaturen über 35° Celsius bei extremer Luftfeuchtigkeit. Einige Tage waren bereits für gebuchte Führungen oder Museumsbesuche geplant; aber der für dieses Bild angedachte Tag begann ziemlich vielversprechend mit schönen, schnell ziehenden Wolken – also war die Vorfreude groß und so habe ich gerne den ganzen Tag das Stativ getragen. Mein Plan war, dieses Bild in der Mittagszeit zu machen um deutliche Schattenwürfe zu vermeiden und so entstand diese Aufnahme um 11:54, also kurz vor Mittag. Jedoch muss ich gestehen, dass ich es nicht länger als für 3 Bilder mit Belichtungzeiten von 30 – 60 Sekunden ausgehalten habe, was unter dem Strich mit Auf- und Abbau, Einrichtung und Belichtung ca. 30 Minuten in praller Sonne bedeutete. Am Ende ist es aber das geworden, was ich mir vorgestellt habe: Wolkenzug, sauber gezeichnete Strukturen in den Fassaden und geglättetes Wasser – passt! Alleine dafür hat sich das Stativ schon gelohnt.

Kameras, Objektive und Zubehör

Genug zum Stativ und zurück zur Wahl von Kamera, Objektiven und Zubehör, denn für diese Städtereise habe ich mich auf ein Experiment eingelassen. Als wir das letzte Mal in New York waren, hatte ich die Sony alpha 6000 mit Sony E 10-18mm F4 OSS, Sony E 16-70mm F4 ZA OSS und Sony E 35mm F1.8 OSS als Festbrennweite dabei. Damit war der KB-Brennweitenbereich von 15 bis 105 mm abgedeckt und demnach wäre die Auswahl Sony alpha 7RII mit Sony FE 16-35mm F4 ZA OSS, Sony FE 24-105mm F4 G OSS und z.B. Sony FE 55mm F1.8 ZA nur logisch und konsequent gewesen. Jedoch – und ihr kennt es sicherlich auch von euch selber – habe ich mich in den letzten 4 Jahren verändert. So habe ich keine Kamera im APS-C Format mehr, sondern nur noch Vollformat-Kameras und außerdem bin ich seit einiger Zeit ein großer Fan von Voigtländer-Objektiven. Hinzu kommt, dass man (oder ich) in Städten mit hohen Gebäuden eher mit kleinen Brennweiten fotografiere und die Telebrennweiten nicht vermisse. Also bestand für diese Reise die Kombination in meiner Fototasche aus:

  • Sony alpha 7RII
  • Voigtländer HELIAR-HYPER WIDE 10mm F5.6
  • Sony FE 16-35mm F4 ZA OSS
  • Voigtländer NOKTON 40mm F1.2 Aspherical

Zusätzlich hatten wir noch die Sony RX100 IV dabei, mit der meine Frau größtenteils fotografiert hat und als Kamera noch eine ganz besondere Bedeutung bekommen sollte – dazu aber später mehr. Anstatt des Sony FE 16-35mm F4 ZA OSS hätte ich liebend gerne das Voigtländer Color-Skopar 21mm F3.5 mitgenommen, nicht zuletzt um Gewicht und Volumen zu sparen, aber leider lässt dieses Objektiv auf sich warten und ist aktuell (Ende September 2018) immer noch nicht erhältlich.

In der Tasche waren dann natürlich noch:

  • Ersatzakkus
  • Filterset 72mm mit diversen Graufilter und einem Polfilter sowie Filteradapter auf 58mm und 52mm
  • Blasebalg und Putztuch
  • Akkupack, Ladegerät, Kabelauslöser usw.

Voigtländer HELIAR-HYPER WIDE 10mm F5.6

Das Voigtländer HELIAR-HYPER WIDE 10mm F5.6 ist in Anwendung und Bildwirkung ein sehr spezielles Objektiv, bietet jedoch einen enormen Vorteil: Es ist absolut frei von Verzeichnungen. Natürlich sind bei 10mm Brennweite Verzerrungen von Objekten am Bildrand und extreme stürzende Linien beim Verschwenken der Kamera normal – diese Effekte hat man auch bei längeren Brennweiten im Weitwinkelbereich. Vielleicht ist es sinnvoll ein paar Bilder zu zeigen umd zu demonstrieren, dass ein Objektiv dieser Art besonders in der Stadt sinnvoll eingesetzt werden kann:

New York 2018
New York 2018
New York 2018
New York 2018
New York 2018
New York 2018
New York 2018
New York 2018
New York 2018

Ich lasse es mal gut sein, obwohl ich noch einige Aufnahmen präsentieren könnte und das nur von New York. Besonders in den Bauwerken wie z.B. im Grand Central Terminal, im Guggenheim und im Oculus hatte ich besonders viel Spaß mit diesem Objektiv, aber auch Outdoor z.B. an und auf der Brooklyn Bridge gibt es Motive bei denen die sich dieses Objektiv gut einsetzen lässt.

New York 2018
New York 2018

Sony FE 16-35mm F4 ZA OSS

Das Sony FE 16-35mm F4 ZA OSS ist für mich das Brot-und-Butter-Objektiv, eigentlich das Immerdrauf in Straßenschluchten wie in New York. Immer dann, wenn wenig Zeit zum Objektivwechsel und Architektur das Thema ist, kommt dieses Objektiv in der Stadt zum Einsatz, wie z.B. während der Führung von Greenwich Village über SoHo und Little Italy nach Chinatown. Die Bilder hierzu findet ihr im Flickr-Album, welches am Ende des Beitrags verlinkt ist. Bevor ihr jetzt aber direkt zu Flickr wechselt, möchte ich euch noch ein Objektiv vorstellen, welches ich immer dann angesetzt habe, wenn es mal knapp mit Licht wurde oder ich sehr leicht mit einer Standardbrennweite unterwegs sein wollte:

Voigtländer NOKTON 40mm F1.2 Aspherical

Das Voigtländer NOKTON 40mm F1.2 ist mein neuestes Objektiv und ich habe es auch erst relativ kurz vor dieser Reise gekauft. Wenn ich es nicht gehabt hätte, wäre stattdessen wohl das Sony FE 35mm F2.8 ZA oder das FE 55mm F1.8 ZA in meiner Tasche gewesen, aber so … Nicht, dass es mir hierbei um die Offenblende F1.2 ging, denn an der Sony alpha 7RII hätte ich wohl auch die gleichen Bilder mit ganz wenig mehr Rauschen auch mit dem 35mm F2.8 machen können. Tatsächlich ist es so, dass ich immer häufiger zu den Voigtländer Objektiven greife, wenn ich vor dem Fotoschrank stehe und überlege, was ich heute mitnehme. Dabei macht es mir fast nichts mehr aus, dass diese Objektive alle manuell zu fokussieren sind und ich habe auch keine Angst (mehr) dadurch einen interessanten Moment zu verpassen, denn das Arbeiten mit diesen Objektiven geht schnell von der Hand, wie nachstehendes Bild zeigt:

New York 2018

Aber auch die anderen Bilder bestätigen mich nachträglich nochmal in meiner Entscheidung dem NOKTON den Verzug vor dem 35mm F2.8 zu geben. Nochmal: Sicherlich wären die Bilder mit dem 35mm F2.8 ähnlich geworden, aber mit dem NOKTON geht immer noch etwas mehr an Freistellung und es macht eben genau dieses Quentchen mehr an Spaß:

New York 2018
New York 2018
New York 2018
New York 2018
New York 2018
New York 2018

Sony RX100 IV

Ich hatte es zu Beginn des Beitrags schon erwähnt: Als Kamera für meine Frau mitgenommen, gab es bereits im ersten Abschnitt der Reise in New York Momente, wo ich die Kompaktheit und Leistung dieser Kamera aufs Neue schätzen gelernt habe. Hier ein paar Bilder aus diesem „Wundergerät“, von denen ich nicht mehr sagen kann, wer die Bilder gemacht hat:

New York
New York

Bei den Nachtaufnahmen sieht man dann doch den Unterschied, aber eigentlich noch ganz o.k.:

New York

New York
New York
New York

Alle Bilder von New York findet ihr im Flickr-Album:

New York 2018
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J. Haag

Ich bin 1967 geboren und am Rande der Eifel in Oberelvenich und in der Natur aufgewachsen. Seit 1988 beschäftige ich mich mit der Fotografie.

Fotografie bedeutet für mich Entspannung und Abenteuer zu gleichen Teilen. Seit den ersten analogen Bildern begleiten mich Kameras und Objektive von Minolta und nach der Übernahme durch Sony bin ich dem System treu geblieben.

Heute nutze ich neben spiegellosen Systemkameras mit Kleinbildsensor auch wieder analoge Kameras im Kleinbild- und Mittelformat sowie Sony Cybershot-Kameras mit 1"-Sensor für meine fotografischen Arbeiten, wobei ich den elektronischen Sucher der Sony-Kameras besonders schätze.

13 Kommentare

  1. Christoph

    Hallo Jörg,
    nochmal zurück zum Techart Pro: vielen Dank für das nette Angebot. Mir fehlt aktuell wegen Familienzuwachs die Zeit, um hier ausführlich zu berichten 🙂
    Meinen Adapter habe ich gebraucht bei ebay für 250€ gekauft. Wird desöfteren für diesen Preis dort gehandelt. Hinzu habe ich günstige Zwischenadapter mir aus China zustellen lassen (~15€/Stück) Man muss jedoch die richtigen erwischen (Fred Miranda Forum hat hier ein eigenes Thema dazu mit Adapter-Empfehlungen) wegen Passgenauigkeit.

    Mein Gedankengang bzgl EXIF war ein ähnlicher: doch mir war aktuell der AF wegen Familie und weils oft schnell gehen muss wichtig 🙂
    Jedoch: das 40 1.2er nutze ich meistens offenblendig oder einmal abgeblendet. Insofern war mir die Info zu Blende im EXIF nicht so wichtig.
    Im Adapter sind die Infos zur Brennweite hinterlegt. Man muss dem Adapter jedoch mitteilen, welche Brennweite gerade adaptiert ist. Das funktioniert konkret so: für Brennweite 35mm stelle ich auf Blende 22, mache ein Foto –> Adapter weiß nun, dass er ein 35er stabiliseren muss. So gibt es für die 10 gängigsten Brennweiten (15,18,21,24,25,28,35,50,90,135) Stabiprogramme. Gerade für ein 40er gibt es nichts. Jedoch behelfe ich mir hier mit der Angabe für ein 50er, da das 40er in etwa 43mm entsprechen soll (laut Forenmeinungen)
    Mein eigenes Argument für den TAP: Bildern einen gewissen analogen Look durch alte Optiken verleihen, dazu jedoch die Fähigkeit der schnellen Fotografie wahren (denn großartig Zeit habe ich bei Personen selten). Zugleich hat man den Vorteil, dass die M-Mount Linsen sehr kompakt gebaut sind. Leica Objektive sind für mich nicht bezahlbar. Jedoch bietet Voigtländer hier ein exzellentes Sortiment (interessant sind vor allem 35 1.7 oder 75 1.8). Das neue 50 1.2 könnte ein richtiger Konkurrent zu meinem FE 50 1.4 sein (dieses ist hervorragend, jedoch meistens zu klobig)

    • Hallo Christoph,
      Schade, dass Dir die Zeit fehlt – ich glaube, dass Dein Schreibstil gut ankommt.
      Ich habe mir den Adapter jetzt einfach mal bestellt – inkl. MD->M Adapter von Techart, denn ich habe doch einige MD-Objektive, die ich damit nutzen könnte (21, 28, 35, 50, 85, 100); die beiden Letzten dann wohl mit 90 mm. Ich kaufe sowas lieber neu, dann weiß ich, dass da keiner dran rumgefummelt hat und Techart garantiert Passgenauigkeit beim Adapter.
      Ich habe mir zwischenzeitlich auch das PDF mit dem Handbuch heruntergeladen und die Nutzung ist ziemlich einfach. Ich hoffe nur, ich denke beim Objektivwechsel daran ein Bild mit entsprechender Blende zu machen und am Objektiv den Fokus auf unendlich zu setzen. Wenn ich das Hanbuch richtig verstehe, kann man die Brennweiten (Factory settings) auch ändern. Das ist zwar nicht im Handbuch beschrieben, aber erwähnt wird es:

      Download the APP from http://www.techart-logic.com (Android) or from Apple Store (iOS) to modify the factory settings of the adapter.

      Jetzt heißt es warten auf die Lieferung – bin mal gespannt und werde dann hier darüber berichten.
      Liebe Grüße,
      Jörg

      • Christoph

        Hallo Jörg,

        wunderbar, dann wirst du demnächst selbst einen Artikel verfassen können, in dem gewohnt unterhaltsamen Stil 🙂 Bin gespannt, wie dein Urteil ausfällt. Mich würden dann deine Erfahrungen mit den genannten Linsen interessieren. Das 85er und das 100er könnten seitens des Gewichts an die Grenzen des Adapters gelangen. Man ließt desöfteren von „steckengebliebenen“ Adaptern in Zusammenhang mit zu schweren Objektiven.
        Vielen Dank für den Tipp mit dem Handbuch. Aber Männer brauchen ja sowas nicht 😉
        Der Link oben ging auf die website, vielleicht geht dieser hier direkt aufs Handbuch:
        http://techartpro.com/wp-content/uploads/2016/01/CROPMANUALENG.pdf
        Aber sehr interessant, dass man mit der APP hier die Einstellungen der Brennweite anpassen kann. Das werde ich mir die Tage mal anschauen. Das Firmware Update hat der App wunderbar funktioniert. Auf der Webseite steht zwar dass das Firmware Update V6 nur für A7r3/a9 gilt, es hat bei mir jedoch auch mit A7r2 gut funktioniert. Dies müsste ich aber nochmal konkret testen, jedoch habe ich keine Erfahrung mit V5 an der A7r2. Ich bin mir nicht sicher, on man in der Firmwaren-Version wieder zurück gehen kann.
        Anders als in der Anleitung beschrieben, würde ich immer zuerst den Zwischenadapter und Objektiv an den Techart Adapter anbringen und dann erst das Ganze an das Kameragehäuse. So verhindert man zumindest, dass Staubpartikel vom Montieren in das A7-Gehäuse und auf den Sensor fallen könnten.

      • Hallo Christoph,

        Danke für die Tipps. Im Moment habe ich ein schlechtes Gefühl mit der Bestellung, denn meine Mails an den Support zwecks Adressprüfung bzw. -anpassung bleiben unbeantwortet. Aber vielleicht geht ja alles gut. Wenn nicht, muss ich halt den PayPal-Käuferschutz aktivieren und einen Fall öffnen.

      • Christoph

        Hallo Jörg,
        Ich verstehe deine Bedenken. Bisher habe ich chinesische Sendungen jedoch immer zuverlässig erhalten und selbst einmal wochenlang keine Rückmeldung erhalten (Staubsauger für 500€). Am Ende ist bisher alles gut ausgegangen 🙂

  2. Christoph

    Hallo Jörg,
    grandioser Beitrag, der wirklich Spaß gemacht hat beim Lesen. Super interessant, die Mischung aus Städtetrip und Info zur Ausrüstung.
    Vor einigen Jahren war ich selbst in NYC und hatte das 16-35f4 an einer A7. Oftmals reichts es bei den Wolkenkratzern nicht aus. Da hätte ich mir das Voigtländer 10mm auch gewünscht. Sehr schöne Komposition bei deinen Aufnahmen. Das ist mit diesem Bildwinkel sicherlich die Größte Herausforderung (und seine eigenen Füße nicht mit auf dem Bild zu haben) Du hast mir mit diesen Beitrag das Objektiv auf jeden Fall sehr schmackhaft gemacht 🙂
    (ich würde es sofort kaufen, wenn nicht Laowa dieses unglaubliche 10-18mm Zoom vorgestellt hätte; also doch noch abwarten).
    Das Voigtländer 40 1.2 besitze ich ebenfalls. Erst hatte ich die E-Mount Variante, bin jedoch dann auf die Leica-M Variante in Kombination mit dem Techart AF-Adapter gewechselt (wegen Kind 🙂 Ich muss zugeben, diese Linse macht mächtig Spaß und hat einen tollen Look in den Bildern (wie deine bestätigen).

    Also Jörg, weiter so. Würde mich auf einen ähnlichen Bericht aus Chicago freuen.

    • Hallo Christoph,
      freut mich, dass der Beitrag Spaß gemacht hat. Die Erfahrungen mit 16-35mm (eigentlich 10-18mm an APS-C) habe ich vor 4 Jahren auch gemacht und deshalb dieses mal das 10mm mitgenommen. Das Laowa 10-18 hört sich tatsächlich interessant an und ich bin gespannt auf die Qualität. Ich denke jedoch, dass es zumindest bei Größe und Gewicht nicht mit dem Voigtländer mithalten können wird.

      Zum 40 1.2 würden mich Deine Erfahrungen zum AF interessieren. Geht das zügig und ist der AF treffsicher? Deckt der Adapter Naheinstellgrenze bis unendlich per AF ab?

      Der Chicago-Bericht ist in der Mache – ein wenig Geduld noch….

      Danke nochmals und Grüße,

      Jörg

      • Christoph

        Hallo Jörg,
        preislich vermute ich das Laowa 10-18 im Bereich eines neuen Voigtländer 10mm. Interessant ist, dass das Zoom nur ~120g schwerer ist, jedoch die Lichtstärke bei 10mm mit f4.5 besser ist. Es bleibt spannend, was hier am Ende herauskommt.

        Zum TAP mit dem 40 1.2:
        Der Adapter deckt tatsächlich Naheinstellgrenze (leider nur 70cm beim VM statt 35cm bei der E-Mount Variante –> das Objektiv ist im Nahbereich nicht sonderlich stark, daher kein Beinbruch) bis Unendlich ab.

        Der AF arbeitet an meiner A7r3 sehr zügig und treffsicher (bei statischen Motiven vermute ich eine Leistung von 70% verglichen zu meinem nativen FE35 1.4). Ich nutze meistens den AF-S Modus in Kombi mit mittelrem Fokusfeld. Das funktioniert in den allermeisten Szenarien gut. Hier bin ich meistens deutlich schneller als manuell mit dem 40er E-Mount –> gut für Personen. Würde dich in diesem Bereich sicherlich auch bereichern.

        Sogar der Augen-AF funktioniert überraschend gut. Wähle ich AF-C aus in Kombi mit dem Augen-AF, so pumpt der Adapter ziemlich rasch umher und bewegt das Objektiv, bleibt jedoch sehr sicher auf dem Auge. Ich vermute hier eine schnellere Abnutzung, da man die Reibung förmlich hören kann. Daher ist der AF-C Modus hier eher als Ausnahme zu nutzen, es geht jedoch. Das maximale Gewicht von 700g sollte man hier lieber nicht ausprobieren. Das wurde in diversen Foren schon besprochen.

        Ich habe den Adapter ebenfalls an meiner A7r2 probiert. Dort ist der Augen-AF nicht so ausgefeilt, daher nutze ich ihn nicht. AF-S geht problemlos. Sogar bei weniger Licht bis in ~ISO 4000er Bereiche klappt das, danach wirds schwierig. Die Meinungen sagen, dass er ab der 3. kamerageneration bei Sony sehr gut funktioniert. Das kann ich so bestätigen. Ich finde die Leistung an der A7r2 jedoch trotzdem extrem gut.

        An meiner A7r3 habe ich einen der Buttons als schnellen AF/Manuellfokus-Wechsel belegt, sodass ich schnell in den manuellen Modus wechseln kann, falls der Adapter ins Rödeln kommt. So habe ich binnen einer Sekunde sozusagen das manuelle 40er parat.

        In der Bildqualität sind mir bis heute keine wirklichen Unterschiede zwischen beiden Varianten aufgefallen. Ich bin jedoch keiner dieser „pixel peeper“. Für mich spricht dieses Objektiv für einen wundervollen Bildlook, vor allem bei Blende 1.2 und 1.4.

        Ich nutze zusätzlich Zwischenadapter von Minolta und M42 auf M-Mount und diese dann auf den Adapter. So kann man seine alten Schätzchen mit ungewohntem Speed versehen.
        Ein Geheimtipp ist das 50mm f1.1. von 7artisans. Habe ich für 300€ bei ebay bekommen. Klappt wunderbar mit diesem Adapter. Der Hesteller bietet ebenfalls ein 35mm f2.0 an. Gelegentlich für knapp 250-300€ zu haben.

        Ich finde, dieser Adapter ist immer einen Versuch wert. Notfalls kann man ihn mit wenig Verlust wieder verkaufen.

      • Hallo Christoph,
        Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich den Techart AF-Adapter so noch nicht bewertet habe. Das mag natürlich daran liegen, dass ich sehr gerne manuell fokussiere und mir (uns) die Sony A7 von Anfang an mit Kontrastkantenanhebung und die neueren Modelle mit dem Stabilisator alle Möglichkeiten an die Hand geben. Hört sich sehr interessant an, aber meine Voigtländer, so weit wie möglich, deshalb aber gegen M-Mounts auszutauschen, werde ich aber nicht anstreben. So wichtig wäre mir der AF nicht um dagegen die automatische Brennweitenwahl für die Stabilisierung und die exif-Daten im Bild einzutauschen. Jedoch per Adapter von MD auf M-Mount aus z.B. den Minolta MD-Objektiven AF-Objektive zu machen …. der Gedanke ist mir noch nicht gekommen. Vielen Dank für den Hinweis! Das werde ich mir überlegen, auch wenn der Techart-Adapter und der MD->M-Mount Adapter zusammen etwas über 500 Euro wären.
        Sind Dir Einschränkungen oder besondere Möglichkeiten bekannt? Ich habe gelesen, dass man 10 Objektive im Adapter hinterlegen kann, damit die Kamera-Stabilisierung automatisch funktioniert. Hast Du das schon ausprobiert? Wie funktioniert das konkret?
        Vielleicht möchtest Du mal was über den Adapter schreiben – eventuell sogar hier in meinem Blog als Gast-Autor?

        Danke auch für den Hinweis auf die Objektive von 7artisans – schaue ich mal an…

        Gruß, Jörg

      • Christoph

        Ich hoffe, ich darf das hier zwischenverlinken. Bastian hat auf philipreeve einen ersten Bericht zum 10-18er geschrieben
        https://phillipreeve.net/blog/review-laowa-10-18mm-4-5-5-6-fe-c-dreamer/#more-15429

        Scheint wirklich ein interessanter Kompromiss zwischen Bildqualität und Größe zu sein. Zudem nicht wesentlich größer als das Voigtländer 10mm bei geringfügig schlechterem Auflöseverhalten, jedoch der Option es dank Zoom öfters an der Kamera dran zu lassen.

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