Adobe Lightroom – Trennung nach 10 Jahren

Ihr habt es sicherlich schon gelesen oder gehört: Lightroom hat mit der Version 6.14 in der klassischen Version zur Installation auf dem Rechner den finalen Stand erreicht und es wird keine Updates oder neue Features mehr geben. Diese bleiben ab sofort der CC (Creative Cloud) – Variante vorbehalten. Für mich der Auslöser mir einen neuen Partner für die Bildbearbeitung zu suchen und den habe ich jetzt auch schon gefunden; aber eins nach dem anderen.

Die Abkündigung der Desktop-Variante von Lightroom (Lightroom Classic) wurde schon irgendwann Anfang 2018 von Adobe bekannt gegeben. Man möchte die Nutzer eben gerne zum sehr lukrativen Abo-Modell von Lightroom CC führen, wo man im günstigsten Angebot für 11,89 € / Monat Lightroom CC, Lightroom Classic CC, Photoshop CC und 20 GB Cloud-Speicherplatz bekommt. Für 142,68 € / Jahr bekäme ich also die Möglichkeit die Desktop-Variante von Lightroom zu nutzen, dazu die Option zur Nutzung auf Mobilgeräten und 20 GB Platz um meine Bilder auf den verschiedenen Geräten verfügbar zu haben – vorausgesetzt ich habe eine ausreichend schnelle Internetverbindung (WLAN oder LTE). Photoshop CC interessiert mich nicht, denn ich habe es bisher nicht gebraucht und kann es daher auch nicht bedienen und die Entwicklung der Bilder auf mobilen Endgeräten hat mich bisher auch noch nicht interessiert, weil mir die Displays entweder zu klein und auf jeden Fall mit fehlender Kalibrierung nicht farbecht genug sind; so haben die Apple-Devices einen Hang dazu die Bilder eher kontrastreich und etwas übersättigt darzustellen. Die 20 GB Cloud-Speicherplatz würden bei der A7RII für ca. 500 Bilder reichen – damit sollte man auskommen können, wenn man sich regelmäßig um eine Bereinigung kümmert. Bisher also insgesamt ein nicht sonderlich überteuertes Angebot für jemanden, der die vielen Optionen nutzen würde, aber man bedenke, dass diese 142,68 € jedes Jahr aufs neue fällig werden und bezahlen muss, wenn man die Updates bekommen möchte. Zu diesen Updates gehören natürlich Problembehebungen, aber auch die Unterstützung von neuen Kameras und Objektiven – etwas, was bei der Desktop-Kaufversion nun nicht mehr fortgeführt wird. Mit anderen Worten: Die in meinem Besitz befindliche Version von Lightroom unterstützt keine Kameras und Objektive, die seit dem letzten Update auf 6.14 am Markt erschienen sind.

Ich habe für mich entschieden mich nicht in dieses Abo-Modell zwingen zu lassen und Adobe hat mich nun nach 10 Jahren als Kunde definitiv verloren – sie werden es verkraften, da bin ich mir sicher. Frei von dem Druck nun unbedingt schnell eine neue Software für die Bildbearbeitung anschaffen zu müssen (alle meine Kameras und Objektive funktionieren mit der vorliegenden Lightroom-Version), habe ich recherchiert, verglichen und mich dann zum Kauf von „Capture One Pro Sony“ von PhaseOne im Bundle mit 3 Style Packs entschieden, da es diese Version mit 30% Preisnachlaß abzüglich eines Gutscheins von 10% und als US-Download abzüglich der MwSt. für 127,06€ anstatt für 425,00 € gab – also knapp 15 Euro unter dem Abo-Preis von LR CC im ersten Jahr. Ohne dieses Angebot hätte ich wahrscheinlich noch andere Bildbearbeitungstools detaillierter und in der Tiefe probiert, aber da mir Capture One vom ersten Moment zügig von der Hand ging und das Angebot befristet war, war die spontane Entscheidung einfach. Einzige Einschränkung: Die Software funktioniert in dieser Variante nur mit Kameras von Sony – aber das sollte mir für die nächsten 3 oder 4 Jahre genügen, denn ich bin ohnehin kein Spontan-Systemwechsler.

O.K., die Software ist also gekauft, installiert, registriert, die ersten Gehversuche liegen hinter mir und der Online-Support reagiert zügig und hilfreich, wie ich bereits bei einem Problem mit der Produktregistrierung erfahren durfte, die durch den MacOS Gatekeeper verursacht wurde. PhaseOne hat im sogenannten „Learning Hub“ jede Menge Videos als Short-Tutorials oder Webinars und Blog-Beiträge verfügbar, die, wenn auch nur in Englisch, den Umgang mit dem Tool sehr schnell erklären und vermitteln. Das ist auch notwendig, denn an einigen Ecken sind Workflow und Begrifflichkeiten doch anders als in Lightroom und in einigen Bereichen sind Lightroom und Capture One kaum bis überhaupt nicht vergleichbar.

Vergleichbar ist aber sehr wohl, was bei einem angestrebten Wunschergebnis hinten als Export rauskommt. Diesen Vergleich möchte an einem Bild durchführen und präsentieren, welches mir nach der ersten Entwicklung in Lightroom immer wieder mit einer schlechten Ergebnisqualität aufgefallen ist. Die schlechte Qualität habe ich zuerst auf die Tatsache geschoben, dass es sich bei der verwendeten Kamera um die Sony RX100 IV handelt, eine 1″-Sensor Kamera mit 20 Megapixel. Diese Aufnahme wurde bei Blende 8 und ISO 80 über 25 Sekunden erstellt und in Lightroom entwickelt:

Chicago

Wenn man sich diese Aufnahme genauer anschaut, dann fallen einem zwei Dinge besonders auf:

  1. Die hell erleuchteten Dächer der Hochhäuser haben teilweise einen Lichthof, wie z.B. die Spitze des „The Drake“-Hotels (rechts vor dem dunkleren Turm) und die vier beleuchteten Türmchen auf dem Dach des Einkaufszentrums 900 North Michigan Avenue (zweithöchstes Gebäude rechts im Bild). Der direkte Vergleich mit dem nachstehenden Bild aus der A7RII, welches zwar eine leicht andere Entwicklung erfahren hat, doch diese Lichthöfe nicht zeigt, haben mich den Fehler in der Kamera suchen lassen.
  2. Ähnliches gilt auch für die ausgefressenen Lichter in den Straßenlampen, die zwar schöne Blendensterne machen, aber letztlich nicht so toll aussehen. Im Bild oben wirken diese recht ausgefranst und überschärft, im Bild unten sind diese schön ausgebildet und selbst in der 100%-Ansicht (bei Flickr verfügbar) noch rechts scharf umrissen.

Für den direkten Vergleich der angesprochenen Bereiche aus 1. und 2. einfach die Bilder aus Flickr herunterladen (hier und hier) und in der 1:1-Ansicht betrachten.

Hier das Vergleichsbild aus der A7RII, aufgenommen mit dem Sony FE 16-35mm F4 ZA OSS bei 35mm, Blende 11, ISO 50 und 44 Sekunden Belichtungszeit, ebenfalls entwickelt in Lightroom:

Chicago

Ungefähr zu der Zeit als ich diese Bilder von Chicago in Lightroom entwickelt habe, machte ich die ersten Gehversuche in der Testversion von Capture One Pro für Sony und habe die ersten Entwicklungsschritte am Bild der Chicago Skyline während der blauen Stunde aus der Sony RX100 IV gemacht. Was mir dort recht schnell auffiel, war, wie sorgsam und zurückhaltend Capture One mit den Tonwerten und der Struktur des Bildes beim Nachschärfen umgeht und und wie C1 vermag die Bildung von hässlichen Artefakten zu vermeiden. Das wollte ich mir näher anschauen und habe das Bild aus der RX 100 IV nochmals sowohl in Lightroom und in Capture One mit der größtmöglichen Sorgfalt und Vorsicht entwickelt. Ich habe die Entwicklungen in 5 Gruppen / Blocks aufgeteilt und nach jeder Gruppe / jedem Block einen Export des Bildes angefertig, die ich im Detail vergleichen möchte. Dabei möchte ich ein Sache deutlich hervorheben: Beide Werkzeuge nutzen andere Werte für den gleichen Regler und interpretieren diese Werte entsprechend anders. Will sagen: Kontrast +25 in Lightroom ist nicht gleichzusetzen mit Kontrast +25 in Capture One.

Hier nun das Bild im Original, also aus dem RAW ohne weitere Verarbeitungen oder Entwicklungen aus Lightroom (LR) bzw. Capture One (C1) exportiert:

Ohne Bearbeitung aus LR
Ohne Bearbeitung aus C1

Aus diesem Bild habe ich die beiden auffälligsten Bereiche als Vergrößerung ausgeschnitten um die Effekte der Verarbeitung in der jeweiligen Software gegenüberzustellen.

Crop 1: links LR, rechts C1
Crop 2: links LR, rechts C1

Basierend auf dem unbearbeiteten RAW sind die JPGs aus den beiden Tools recht ähnlich. In C1 ist das Blau etwas blauer, in LR etwas grauer und das Bild aus C1 wirkt etwas schärfer und detailreicher.

Schritt 1 und 2: Stürzende Linien und automatische Belichtungskorrektur

Lightroom Capture One
Upright und Auto-Beschnitt:

  • Vertikal: -7
  • Drehen: +0,1
  • Beschnitt auf 5.383×3.589 Pixel

Grundeinstellung, automatische Tonwerte:

  • Belichtung: +1,1
  • Kontrast: +25
  • Schwarz: -37
Trapezkorrektur vertikal:

  • Anpassung per Hilfslinien
  • Drehen (Ausrichtung) automatisch
  • keine Zahlenwerte verfügbar
  • Beschnitt auf 5.356×3.571 Pixel

Belichtung, Belichtung Auto:

  • Belichtung: +0,6

 

Schritt 1 und 2 aus LR
Schritt 1 und 2 aus C1

Die Korrektur der stürzenden Linien hat logischerweise keinen Einfluss auf die Farbgebung des Bildes oder Veränderungen der Qualität in den Lichtern oder Schatten. Trotzdem möchte ich hierzu anmerken, dass die Trapezkorrektur von C1 durch die Verwendung von verschiebbaren Hilfslinien genauer, aber auch etwas fummeliger und schwieriger in der Anwendung ist als Upright von LR. Betrachten wir die Farbgebung nach der automatischen Belichtungskorrektur. Vermutlich werden gleich viele von euch eines der beiden Bilder favorisieren und über Geschmack soll man nicht streiten. Es wird jedoch ziemlich klar deutlich, wie unterschiedlich verschiedene Blautöne in der jeweiligen Software interpretiert werden. Ein Vergleich der Farbe des Wassers zeigt, dass dieser Blauton von beiden Tools sehr ähnlich wenn nicht sogar gleich interpretiert und ausgegeben wird, der Himmel aus LR jedoch deutlich heller ist. Gleiches gilt auch für die Fassaden der Gebäude und die hellen Punkte und Bereiche des Bildes wie beleuchtete Fenster und angeleuchtete Fassaden – etwas, was man in den nachfolgenden Crops besser sieht. Die beleuchteten Fenster sind in C1 klarer zu ihren Rahmen abgrenzt und die Übergänge von hell zu dunkel sind konstrastreicher und differenzierter, was auch in der Fassade des Trump-Towers (hellblauer Wolkenkratzer) deutlich sichtbar ist.

Crop 1 Schritt 1 und 2: links LR, rechts C1
Crop 2 Schritt 1 und 2: links LR, rechts C1

Schritt 3: Schärfen

Lightroom Capture One
  • Klarheit: +50
  • Schärfe: (Basiswert 25) + 25 = 50
    (Erhöhung um 100%)
  • Klarheit (Natürlich): +50
  • Schärfung: (Basiswert 160) + 160 = 320
    (Erhöhung um 100%)

Beim Nachschärfen habe ich versucht mit relativen Anpassungen zu arbeiten und mich nicht von den angezeigten Werte irritieren zu lassen. Herausgekommen ist für mich eine, für die Bewertung faire Erhöhung um 100% bei der Schärfung.

Schritt 3 aus LR
Schritt 3 aus C1

Die Gegenüberstellung der Crops zeigt den Effekt besser:

Crop 1 Schritt 3: links LR, rechts C1
Crop 2 Schritt 3: links LR, rechts C1

Was, ihr seht keinen Unterschied zur vorherigen Variante ohne Nachschärfen und Klarheit? Dann schaut mal hier:

oben vor der Schärfung, unten danach; links LR, rechts C1

Tatsächlich ist der Effekt des Nachschärfens und der Verstärkung von Klarheit in der LR-Variante auffälliger als in der C1-Variante, obwohl er dort bei genauem Hinschauen auch erkennbar ist (z.B. an den vertikalen Gebäudekanten oder einzelnen Lichtpunkten).

Schritt 4: Auto-Weißabgleich

Lightroom Capture One
  • Weißabgleich Auto auf 7.500 Kelvin
  • Weißabgleich Auto auf 5.058 Kelvin
    -> Farbton: -6,9

 

Schritt 4 aus LR
Schritt 4 aus C1
Crop 1 Schritt 4: links LR, rechts C1
Crop 2 Schritt 4: links LR, rechts C1

Mich hat die doch sehr große Anpassung des Weißabgleichs in Lightroom gewundert. Ich kann nicht nachvollziehen, warum und wie Lightroom in diesem Bild eine Farbtemperatur von 7.500 Kelvin erkennt, die eher einem nebeligen Morgen entspricht. Das Bild aus Lightroom wird dadurch blass, fahl und grau in den Blautönen und rötlich braun bis orange in den Lichtern, was definitiv nicht der Realität entspricht. Capture One erkennt hier einen Farbtemperaturwert, der in der Nähe des Tageslichtwertes liegt und leicht in Richtung Glühlampe tendiert. Wie im nächsten Schritt zu sehen, habe ich den Weißabgleich in Lightroom manuell auf 6.057 Kelvin geändert, um aus Lightroom ein mit Capture One optisch vergleichbares Ergebnis zu erhalten.

Schritt 5: weitere, individuelle Anpassungen (Schatten, Lichter, HSL, usw.)

Bisher (Schritte 1 – 4) habe ich mich auf Automatik-Funktionen der jeweiligen Software bzw. auf eine vergleichbare Anpassung der Schärfe und Klarheit beschränkt. In diesem, letzten und fünften Schritt geht es nun darum ein Bild zu exportieren, welches zum einen meinem Geschmack entspricht und zum anderen als Export aus beiden Softwareprodukten möglichst ähnlich aussieht – nicht einfach und sicherlich wird auch hier wie so oft gelten: weniger ist mehr. Eines kann ich aber schon jetzt vorwegnehmen: Das perfekte Resultat ist mir weder in LR noch in C1 gelungen.

Lightroom Capture One
Lichter und Schatten korrigiert:

  • Lichter: -100
  • Weiß: -16
  • Schwarz: +11

Anpassung Weißabgleich:

  • 7.500 -> 6.057 Kelvin

HSL (Hue = Farbton, Saturation = Sättigung,
Luminance = Leuchtkraft):

 

Lichter und Schatten korrigiert:

  • Luma: 255 -> 215
  • HDR, Tiefen: +10

Farbeditor (Hue, Saturation, Luminance), Basisdaten:

  • Magenta (H: 12,5 S: 21,5 L: -2,6)
  • Blue (H: -20,0 S: 13,4 L: 8,4)
  • Cyan (H: 20,0 S: 10,3 L: -10,0)
  • Yellow (H: 19,5 S: 58,0 L: 4,9)
  • Red (H: 10,1 S: 34,9 L: 1,8)
  • Alle (H: -3,2 S: 0,0 L: 0,0)

Belichtung

  • Sättigung: +15

HDR

  • Tiefen: +20

Luma-Kurve

  • 95 -> 73
  • 176 -> 158

Farbeditor, Erweitert (zu komplex, daher Screenshots):

 

Schritt 5 aus LR
Schritt 5 aus C1
Crop 1 Schritt 5: links LR, rechts C1
Crop 2 Schritt 5: links LR, rechts C1

Ich höre Kritik zu den letzten Bearbeitungsschritten, besonders in C1? Ja, diese Kritik ist berechtigt, aber die Bearbeitung erfüllt einen Zweck, denn sie zeigt sehr gut, was in C1 geht und in LR nicht. Die überstrahlten Lichter in den Varianten aus C1 führen trotz stärkerer Helligkeit nicht zu den Lichthöfen und Artefakten, die ich zu Beginn des Beitrags erwähnt habe und zeigen nochmals deutlich, wie behutsam C1 bei Änderungen vorgeht und selbst solche eklatanten Fehler des Benutzers im Rahmen der Möglichkeiten verzeiht. Besonders auffällig ist die Farbverschiebung bei Übergängen von hell zu dunkel in LR, die Übersteuerung der Lichter in den Fassaden hält sich im Vergleich zu C1 in Grenzen und fällt eher moderat aus.

Fazit

Bevor ich zur Liste von Pro und Kontra von C1 gegenüber LR komme, nochmals kurz die Gründe für meinen Wechsel:

  1. Das Adobe Abo-Modell von LR ist bereits nach 18 Monaten teurer als C1 Pro Sony und nach 29 Monaten teurer als C1 Pro für alle Kameras.
  2. Das Adobe Abo-Modell bietet Software (Photoshop), Speicherplatz (Cloud) und LR für Smartphone / iPad, die ich nicht oder nur teilweise nutzen würde.
  3. LR Classic wird nicht weiter gepflegt und bietet damit keine Unterstützung neuer Kameras und Objektive. Solange die Version 6.14 von LR Classic also noch auf dem aktuellen und den zukünftigen Mac OS läuft, werde ich meine Archive weiterhin durchsuchen und daraus Bilder exportieren können.
  4. Ohne das zeitlich passende, unschlagbare Angebot für ein Capture One Pro Sony im Bundle mit 3 Style Packs für 127 Euro würde ich wahrscheinlich immer noch suchen und andere Software testen, aber so gab es keinen Grund mehr zu warten.

Pro C1:

  • In LR habe ich sehr viel mit Upright gearbeitet (Auto, Vertikal, Voll oder auch Manuell), aber die Trapezkorrektur von C1 ist klar überlegen, genauer und, wenn auch in der Lernphase etwas fummeliger, unter dem Strich schneller, wenn es mal richtig schwierig wird. Manfred Bähr hat mich in seinem Kommentar darauf hingewiesen, dass zumindest LR CC nun auch Hilfslinien zum selber anlegen anbietet (und vermutlich auch LR 6 Classic, ich diese aber nie genutzt habe). Daher ist dieser Punkt nicht ganz so stark zu werten.
  • C1 ist schneller in der Anzeige der Änderungen, im Wechsel von Modulen und auch in vielen anderen Bereichen.
  • Die Anpassbarkeit der Oberfläche (z.B. Hinzufügen, Entfernen und Anordnung von Register oder Werkzeuge) ist einfach klasse und man kann sich seine Werkzeuge so anordnen wie man sie braucht.
  • Wie ich in diesem Beitrag hoffentlich zeigen konnte, geht C1 deutlich behutsamer mit den Tonwerten und Farbverläufen um als LR. Ich will damit nicht sagen, dass es nur an LR liegt (sicherlich trifft mich irgendwo auch eine Mitschuld), aber trotz einer recht harten, aggressiven Bildbearbeitung, zeigt C1 diese Effekte nicht.

Kontra C1:

  • Ich nutze Flickr, im Vergleich zu anderen vielleicht nicht sehr intensiv, aber ich nutze es seit nun 9 Monaten regelmäßig als Bildspeicher für die Bilder, die ihr hier im Blog zu sehen bekommt (mit ein paar Ausnahmen). Eine Sache, die mir an Capture One im Vergleich zu Lightroom wirklich richtig fehlt ist der direkte Export nach Flickr, der bei Lightroom so wunderbar einfach per PlugIn verfügbar war.

Vielleicht kommen im Laufe der Zeit noch ein paar Punkte pro C1 und ganz bestimmt noch ein paar Punkte kontra C1 hinzu, aber das ist für den Augenblick die Liste. Das fehlende Upload-Plugin lässt sich wohl kompensieren, wie ich bereits recherchieren konnte – mal sehen wie die vorgeschlagenen Lösungen dazu aussehen – dazu aber dann mehr in einem anderen Beitrag.

Natürlich gibt es zu Lightroom andere Alternativen als Capture One und nicht alle haben die gleichen Anforderungen an ein Tool. Tatsächlich ist es bei den Tools zur Bildbearbeitung ebenso nahezu unmöglich eine Kaufempfehlung abzugeben wie bei der Frage, welche Kamera und welches Objektiv man kaufen soll. Die Bedürfnisse und Anforderungen sind einfach zu individuell:

  • Bearbeitung von nur RAW und/oder JPG
  • Verschlagwortung, Bewertung oder andere Form von Katalogfunktion
  • Destruktive oder Non-Destruktive Bildbearbeitung
  • Einzel- oder Stapelverarbeitung
  • usw., usw.

Hier muss jeder für sich herausfinden, was am Besten zu einem passt.

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J. Haag

Ich bin 1967 geboren und am Rande der Eifel in Oberelvenich und in der Natur aufgewachsen. Seit 1988 beschäftige ich mich mit der Fotografie.

Fotografie bedeutet für mich Entspannung und Abenteuer zu gleichen Teilen. Seit den ersten analogen Bildern begleiten mich Kameras und Objektive von Minolta und nach der Übernahme durch Sony bin ich dem System treu geblieben.

Heute nutze ich neben spiegellosen Systemkameras mit Kleinbildsensor auch wieder analoge Kameras im Kleinbild- und Mittelformat sowie Sony Cybershot-Kameras mit 1"-Sensor für meine fotografischen Arbeiten, wobei ich den elektronischen Sucher der Sony-Kameras besonders schätze.

6 Kommentare

    • Hi. No, I’m sorry there isn’t. I quit writing my blog in two languages quite some time ago. Try Google-Translate and if this is too weird let me know and I’d answer your questions if I can.

  1. Manfred Bähr

    Ich bin nach Jahren mit LR4 in Verbindung mit CS5 vor 2 Monaten auf das Adobe-Cloud-Abo für 9,90 EUR monatlich gewechselt = 120 EUR jährlich ist für mich zu zahlen. Dieser Betrag kann sich nach Ablauf eines Jahres (eher nach oben) ändern,

    Nur für die Nutzung von LR fände ich das auch zu teuer – und ob man heute PS noch so dringend benötigt wie zu den Anfangszeiten von LR ist eh fraglich. LR (und die vergleichbaren Rawconverter der Konkurrenz) können heute schon sehr viel – fast alles außer vielleicht Montagen oder arbeiten mit Ebenen.

    Den ersten Puspunkt für C1 (upright mit manueller Eingabe über Trapez statt Automatik) sehe ich so nicht.
    Auch in LR (zumindest in der Cloudversieon – dürfte aber auch schon in LR 6 so gelöst worden sein) kann man der uprightfunktion durch setzen von 2 Orientierungslinien manuell nachhelfen. Ob man hier auch horizontale und vertikale Korrekturen mischen kann (wenn ich das richtig verstanden habe geht das in C1 über ein Viereck (Trapez), in dem man die Linien entsprechend verschiebt), habe ich noch nicht ausprobiert. Das sollte aber zumindest nacheinander in LR funktionieren, also z. B. erst mit Hilfslinien vertikal ausrichten, dann mit weiteren Hilfslinien horizontal.

    Der Rest ist vermutlich auch Geschmakssache – mir erscheinen z. B. die Lichter in LR stärker überstrahlt wie in C1 – würde also in LR die Lichter reduzieren.

    Den Wechsel kann ich (trotzdem) gut nachvollziehen: rd. 150 bzw. 120 EUR jährlich oder ein ähnlicher (eher niedrigerer) Betrag einmalig für dieselbe genutzte Leistung (PS wird zwar im Abo mitbezahlt, aber anscheinend nicht genutzt) = da gibt es ja nicht viel zu überlegen.

    vlG

    Manfred

  2. Ich habe Capture One auch ausprobieren und finde es besser als Lightroom. Da ich aber Photoshop brauche, bekomme ich Lightroom dazu. Für Photoshop habe ich aber leider noch keinen Ersatz gefunden.

Ich freue mich auf Deine Meinung:

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