Vorgestellt: Voigtländer 50mm/1:1,2 Nokton asphärisch

Seit April 2019 führt Voigtländer nun das 50mm/1:1,2 Nokton auch für Sony E-Mount, welches mir zum Ausprobieren kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Nach den guten Erfahrungen mit dem Voigtländer 40mm/1:1,2 Nokton asphärisch war ich sehr neugierig auf dieses Objektiv

Seit kurzem habe ich mit der Firma Voigtländer eine Vereinbarung über die kostenlose Ausleihe von Voigtländer Test-Objektiven. Über die Details dieser Vereinbarung kann und möchte ich nichts bekanntgeben, jedoch möchte ich vorab klarstellen, dass ich weder von Voigtländer noch von der RINGFOTO Gruppe für eine positive Kritik oder einen positiven Erfahrungsbericht beauftragt oder bezahlt werde. Das Objektiv wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt – trotzdem muss ich eine gewisse Gegenleistung erbringen. Das hier ist also keine Werbung und ich möchte diesen Beitrag als das verstanden wissen was er ist: meine offene und ehrliche Meinung zu diesem Objektiv.

Voigtländer NOKTON 50mm/1:1,2 asphärisch

Das 50mm/1:1,2 Nokton asphärisch von Voigtländer wurde zu einem UVP von 1.199,– Euro angekündigt und ist Stand August 2019 noch nicht viel günstiger zu bekommen (z.B. photospecialist.de 1.179,– Euro).

Die technischen Details findet ihr auf dieser Produktseite von Voigtländer, trotzdem möchte ich erwähnen, dass sich dieses Objektiv genauso an den Sony-Spiegellosen verhält wie die anderen Objektive aus der Voigtländer E-Mount-Reihe. Das bedeutet:

  • Übertragung der exif-Daten an die Kamera zur Speicherung im Bild
  • Unterstützung der 5-Achsen-Stabilisierung
  • Fokus Peaking
  • Blendeneinstellung in 1/3 Blendenstufen
  • Schalter für Blendeneinstellung ohne Klick für die Filmaufnahme (nicht vorhanden bei den APO-Lanthar)

50mm Brennweite = Normalobjektiv

Man liest immer wieder, dass Objektive mit 50mm Brennweite als Normalobjektive bezeichnet werden. Nun, technisch ist ein Normalobjektiv ein Objektiv dessen Brennweite der diagonalen des Aufnahmemediums entspricht. Für den Fall einer Sony A7 mit einem Sensor in Kleinbildformat wären das ein wenig mehr als 43 mm, was das Voigtländer 40mm/1:1,2 eher zum Normalobjektiv an der Sony A7 macht und ich das 50mm/1:1,2 deshalb auch mit dem 40mm/1:1,2 vergleichen möchte. Außerdem muss sich das 50mm/1:1,2 bei einem Preis jenseits 1.000,– Euro auch mit dem Sony FE 55mm F1,8 ZA messen, besonders da letzteres zu einem Neupreis von um die 850,– Euro zu bekommen ist und sogar über einen Autofokus verfügt.

Die Vergleichskandidaten

Das Voigtländer 40mm/1:1,2 Nokton asphärisch befindet sich seit Juli 2018 in meiner Fototasche und unterscheidet sich eigentlich nur in der Brennweite vom Voigtländer 50mm/1:1,2. Beide Objektive verfügen über 8 Linsen in 6 Gruppen, der Aufbau ist gleich, ja sogar der Filterdurchmesser ist mit 58mm identisch. Das 50mm ist 14 Gramm schwerer; damit sind die Unterschiede genannt. Die Produktdetails zum 40mm/1:1,2 Nokton findet ihr auf der zugehörigen Voigtländer-Seite. Was ich am 40mm-Voigtländer sehr mag, ist die Möglichkeit einzelen Bildteile freizustellen, auch solche, die sich weiter entfernt befinden. Diese Möglichkeit wird das Voigtländer 50mm/1:1,2 natürlich auch bieten und durch die etwas längere Brennweite sogar noch etwas verstärkt. Das folgende Bild zeigt besser, was ich damit meine:

Melatenfriedhof Köln
Dreidimensionale Wirkung durch geringe Schärfentiefe bei F1.2

Das Sony FE 55mm F1,8 ZA begleitet mich, seit ich Ende 2013 mit der Sony A7 die erste spiegellose, digitale Kleinbildkamera bekam. Alle Informationen zum Objektiv findet ihr auf der Sony Produktseite. Ich nutze dieses Objektiv zum größten Teil bei Portraits, wenn ich z.B. aus Platzgründen etwas näher heran muss. Es besticht durch ein geringes Gewicht und ist dadurch an den leichten Sony-Kameras sehr handlich. Leider fehlt ihm die anpassbare Fokushaltetaste, welche ich an anderen Objektiven für Portraits sehr schätze. Jedoch sind auch schon einige Street-Fotografien mit diesem Objektiv entstanden.

Die Kö / The Kö (Königsallee)
Die Düsseldorfer Kö im Herbst.

Das Voigtländer 50mm/1:1,2 Nokton

Kommen wir aber zum eigentlichen Test-Kandidaten – an dieser Stelle nochmals meinen Dank an Voigtländer und die RINGFOTO Gruppe für die kostenlose Leihgabe des Objektivs.

Verarbeitung und Haptik

Mein erstes Voigtländer-Objektiv ist das 10mm/1:5,6 Hyper Wide Heliar asphärisch und bis heute sind weitere Voigtländer e-Mount dazugekommen. Wie zu erwarten hat das 50mm bei der ersten Berührung die gleiche, hohe Qualität und Wertigkeit wie die anderen Objektive der Serie. Glas und Metall, wenig Kunststoff und eine Gegenlichtblende aus Metall vermitteln ein solides Gefühl. Trotz der hohen Lichtstärke von 1:1,2 ist das Objektiv aber überraschend klein und trägt so dazu bei, dass das Gesamtsystem weiter kompakt bleibt. Fokus- und Blendenring laufen sauber und weich, letzterer lässt sich per De-Click z.B. für Filmaufnahmen auf stufenlos einstellen.

Offenblende 1:1,2

Der Reiz eines Objektivs mit einer großen Blendenöffnung liegt an der enormen Möglichkeit der Freistellung, also der Trennung des Motivs von Vorder- und Hintergrund.

Voigtländer NOKTON 50mm F1.2 Aspherical; F1,2; 1/1000s; ISO 100
Voigtländer NOKTON 50mm F1.2 Aspherical; F1,6; 1/250s; ISO 125 – etwas nachgeschärft

Jedoch ist eine größtmögliche Hintergrundunschärfe alleine noch kein Qualitätsmerkmal für ein Objektiv, denn diese funktioniert nur gut, wenn dabei Schärfe und Bildfehler wie z.B. chromatische Aberration gering sind – also: es zählt das Gesamtpaket. Meine Erwartungen an das 50mm sind diesbezüglich hoch, denn das 40mm/1:1,2 hat mich hier sehr positiv überrascht und da das 50mm nochmal 100 Euro mehr kostet, sind meine Erwartungen hoffentlich berechtigt.

Für den Offenblendenvergleich hier mal zwei nicht besonders anmutige Fotos, die aber etwas zum jeweiligen Objektiv erzählen:

20190716_ILCE-7RM2_DSC07485_Voigtländer 40mm F-1.2 Nokton asph. (Sony E)_1.2_1-2500s_125
Voigtländer 40mm F-1.2 Nokton asph.; F 1,2; 1/2500s; ISO 125
20190716_ILCE-7RM2_DSC07478_Voigtlander NOKTON 50mm F1.2 Aspherical_1.2_1-2500s_100
Voigtländer NOKTON 50mm F1.2 Aspherical; F1,2; 1/2500s; ISO 100

Als erstes fällt auf – mal abgesehen vom anderen Bildausschnitt – dass das 40mm etwas wärmere Farben erzeugt. Das liegt auch nicht an der 1/3 Blende helleren Belichtung des oberen Bildes (ISO 125 vs. ISO 100), denn die angepasste Variante des 50mm-RAW ist im direkten Vergleich etwas kühler und nüchterner. Das kann jeder selbst überprüfen: Einfach die Bilder in voller Auflösung von Flickr laden und bearbeiten.
In der 100%-Ansicht zeigen sich zwei Details. Zum einen bildet das 50mm bei Offenblende sichtbar schärfer mit weniger Abbildungsfehler ab als das 40mm. Außerdem ist in der 100%-Ansicht erkennbar, dass das 50mm bei Offenblende ein deutlich weicheres Bokeh sowohl im Hintergrund als auch im Vordergrund zeigt. Für mich ist das 50mm bei Offenblende das etwas bessere Objektiv wenn es um Schärfe und Bokeh geht. Die Farben gefallen mir beim 40mm Voigtländer besser.

Preis-Leistung unter der Lupe

Mit einer UVP von 1.199,- Euro ist das Voigtländer 50mm/1:1,2 auch 100 Euro teurer als der UVP des Sony Sonnar T* FE 55mm F1,8 ZA, welches über einen Autofokus verfügt. Eigentlich müsste ich das Voigtländer 50mm ausgiebig mit dem Sony Planar T* FE 50mm F1,4 ZA vergleichen, welches lt. UVP mit 1.799,- Euro zu Buche schlagen würde, denn dann könnte man sagen, ob das Voigtländer nicht vielleicht sogar ein Schnäppchen ist. Leider hatte ich nicht die Möglichkeit für einen ausgiebigen Vergleich, aber für ein paar Testaufnahmen im direkten Vergleich bot sich die Gelegenheit und diese sind aus meiner Sicht sehr aussagekräftig.

Voigtlander NOKTON 50mm F1,2 Aspherical; F 1,4; 1/6500s; ISO 100
Sony FE 50mm F1,4 ZA; F 1,4; 1/5000s; ISO 100

Die Frage ist: sieht man den Preisunterschied von 600 Euro im UVP und den Gewichtsunterschied von 344 Gramm?
In der Schärfeleistung kann ich beim besten Willen keinen Unterschied entdecken. Fokussiert habe ich auf den Mercedes-Stern im Kühler, beim Voigtländer manuell, beim Sony per Autofokus.
Im Bokeh sind die Unterschiede marginal. Das Voigtländer zeigt ganz kleine Zacken im Bokehkringel, wie z.B. am Außenspiegel rechts zu sehen. Dabei muss man bedenken, dass das Voigtländer um einen Klick, also eine halbe Blende abgeblendet ist.

Bokeh_Sony_Zeiss_Voigtländer_F1.4

Schauen wir mal auf die Unschärfeabbildung bei F4:

Voigtländer NOKTON 50mm F1,2 Aspherical; F4; 1/250s; ISO 160
Sony FE 50mm F1,4 ZA; F4; 1/250s; ISO 250

Auch hierzu einen Ausschnitt, der die Gleichwertigkeit der Bokehringe bei beiden Objektiven zeigt. Dabei finde ich die Unschärfeabbildung des Voigtländer etwas gefälliger, wie die beiden vertikalen Strukturen links neben den Punkten zeigen:

Bokeh_Voigtländer_Sony-Zeiss_F4
Bokehvergleich Sony-Zeiss <-> Voigtländer F4

Bleibt noch eine, in der heutigen Zeit und aktuell, sehr wichtige Disziplin: Blendensterne! Auch hierzu zwei Bilder bei F11:

Sony FE 50mm F1,4 ZA; F11; 1/250s; ISO 500
Voigtländer NOKTON 50mm F1,2 Aspherical; F11; 1/250s; ISO 200

Aus meiner Sicht ist das Voigtländer hier klarer Sieger, denn der Blendenstern ist deutlich ausgeprägter, als beim Sony-Zeiss. Allerdings erkauft man sich diesen Blendenstern mit einigen Flares (Linsenspiegelungen) – für mich kein Problem, eher im Gegenteil, denn sie geben dem Bild und damit dem Objektiv einen Charakterzug den ich mehr schätze als einen sterilen, perfekten Look.

Zwischenbilanz in Sachen Preis-Leistung: Das Voigtländer NOKTON 50mm F1,2 Aspherical ist für mich hinsichtlich Preis-Leistung sehr zu empfehlen. Es muss sich in den Bereichen Schärfe, Abbildungsleistung und Bokeh nicht hinter einem deutlich teureren Sony-Zeiss verstecken und hat in Sachen Blendenstern und Charakter sogar die Nase vorne. Wenn also Autofokus für dich kein Muss ist, Preis und Gewicht eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielen und ein paar Flares im Gegenlicht nicht störend sind, ist das 50mm Voigtländer meine Kaufempfehlung an dich, besonders falls du über das Sony FE 50mm F1,4 ZA nachgedacht haben solltest.

50/1:1,2 vs. 55/1:1,8 vs. 40/1:1,2

Wie schlägt sich das Voigtländer 50mm/1:1,2 gegen die Standardbrennweiten, mit denen ich in diesem Brennweitenbereich regelmäßig arbeite und die ich oben bereits kurz vorgestellt habe.

Voigtländer vs. Voigtländer – 50mm vs. 40mm

Die Einen werden sagen: „40mm kann man nicht mit 50mm vergleichen“. Die Anderen werden sagen: „Och, so weit sind die beiden nicht auseinander – mach mal“. Ich sage: „Der Unterschied von 7,5° Bildwinkel ist auf den ersten Blick vielleicht nicht viel, macht sich aber in diesem Brennweitenbereich durchaus bemerkbar“. Für sinnvoll muss man diesen Vergleich nicht unbedingt halten, jedoch ist er aus meiner Sicht bei diesen beiden Objektiven mit fast identischem Preis und annähernd gleicher Konstruktion durchaus interessant.
Zum Vergleich der beiden Voigtländer habe ich oben bereits etwas geschrieben. Schauen wir uns Schärfe und Bildfehler wie z.B. chromatische Aberration (CA) im Vergleich an (oberer Teil immer 40mm, unten 50mm):

F1.2_V40mm_V50mm
40mm @ F1,2 oben – 50mm @ F1,2 unten

Ein Vergleich ist vielleicht nicht ganz fair, alleine schon wegen der unterschiedlichen Bildausschnitte, aber man sieht schon, dass das 50mm selbst bei Offenblende etwas besser in den Kontrasten ist. Hinsichtlich CA geben sich beide nicht viel; diese sind in jeder Bildbearbeitungssoftware recht schnell korrigiert. In Capture One 12 gibt es bereits ein Profil für das Voigtländer 40mm/1:1,2 NOKTON asphärisch, beim Voigtländer NOKTON 50mm/1:1,2 asphärisch muss man manuell korrigieren (hier hoffe ich auf baldiges Update in C1). Der Unterschied zwischen beiden Objektiven verändert sich auch bei F1,4 nicht:

F1.4_V40mm_V50mm
40mm @ F1,4 oben – 50mm @ F1,4 unten

40mm vs. 55mm vs. 50mm

Bei Blende 1,7 bzw. 1,8 nehmen wir nun das Sony Sonnar T* FE 55mm F1,8 ZA in den Vergleich auf (immer in der Mitte).

F1.8_V40mm_S55mm_V50mm
40mm @ F1,8 oben – 55mm @ F1,8 mitte – 50mm @ F1,8 unten

Während beim Voigtländer 50mm die CA bereits verschwunden sind, kann man diese beim Voigtländer 40mm immer noch leicht wahrnehmen. Das Sony FE 55mm ist bereits bei Offenblende frei von chromatischen Aberrationen. Das bleibt auch so bei F2; erst bei F2,8 ist auch das Bild mit dem Voigtländer 40mm frei von violetten Säumen an den Übergängen von hell zu dunkel:

F2.8_V40mm_S55mm_V50mm
40mm @ F2,8 oben – 55mm @ F2,8 mitte – 50mm @ F2,8 unten

Alle Bilder in voller Auflösung zu diesem Vergleich, auch mit anderen Blenden bis zu F8, findet ihr auf meinem OneDrive.

Im Einsatz als Porträtobjektiv

Wer mich und mein Porträt-Album auf Flickr kennt, weiß, wie gerne ich mit 55mm als Porträtbrennweite arbeite. Für mich stellte sich die Frage, ob das Voigtländer 50mm/1:1,2 auch als Porträtobjektiv geeignet ist. Hier einige Aufnahmen:

Voigtländer NOKTON 50mm F1,2 Aspherical; F1,6; 1/250s; ISO 160
Voigtländer NOKTON 50mm F1,2 Aspherical; F1.6; 1/500s; ISO 100
Voigtländer NOKTON 50mm F1,2 Aspherical; F2,0; 1/320s; ISO 100
Voigtländer NOKTON 50mm F1,2 Aspherical; F2,8; 1/160s; ISO 100

Was mir besonders beim zweiten Bild auf der Brücke gefällt, ist die Möglichkeit, durch die geringe Schärfentiefe das Model und das nähere Umfeld in einen Schärfespot zu stellen, also vom Vordergrund über den linken Bildbereich einen Unschärfebereich bis in den Hintergrund laufen zu lassen um so eine Insel der Schärfe zu erzeugen.

Und Makro geht mit diesem Objektiv auch, wenn man sich mit Zwischenringen behilft. Ich habe zwei E-Mount-Zwischenringe mit 12 und 10mm. Damit erreicht man an der Naheinstellgrenze einen Abbildungsmassstab von ca. 1:1,5. Der Schärfentiefebereich ist dabei dann jedoch sehr gering.

Abbildungsmassstab Voigtländer 50mm mit 22mm Zwischenringen
Voigtländer 50mm/1:1,2 mit 12mm Zwischenring
Voigtländer NOKTON 50mm F1,2 Aspherical mit 12mm Zwischenring; F8; 1/250s; ISO 1600
Voigtländer 50mm/1:1,2 mit 12mm Zwischenring
Voigtländer NOKTON 50mm F1,2 Aspherical mit 12mm Zwischenring; F5,6; 1/100s; ISO 400

Fazit

Objektiv betrachtet ist das Voigtländer NOKTON 50mm/1:1.2 asphärisch ganz klar eine Kaufempfehlung. Hier die Gründe:

  • bereits bei Offenblende eine gute Schärfe, ab F1,4 vergleichbar mit deutlich teureren Objektiven
  • optische Qualität auf Augenhöhe mit dem Sony Planar T* FE 50mm F1,4 ZA
  • schönes, weiches Bokeh; vergleichbar mit dem Sony 50mm F1,4 ZA und besser als das Voigtländer 40mm/1:1,2 NOKTON asphärisch
  • schönere Blendensterne als das Sony 50mm F1,4 ZA
  • bei Offenblende geringe CA, die leicht zu korrigieren sind

Wie gesagt, eine objektive Kaufempfehlung – für jemanden, der ein lichtstarkes 50mm sucht und kein Problem mit manueller Fokussierung hat.

Für mich, rein subjektiv, ist das Voigtländer 50mm/1:1,2 eine tolle Linse, liefert mir aber keinen Grund es zu kaufen, denn erstens mag ich den Bildwinkel des Voigtländer 40mm, weil es näher am Standardobjektiv von 43mm ist und zweitens habe ich z.B. für Porträt oder Street das Sony Sonnar T* 55mm F1,8 ZA, welches mir mit Autofokus bei Offenblende F1,8 gestochen scharfe Bilder liefert und das bei einem 150 Gramm geringeren Gewicht.

Alle Bilder, die mit dem Voigtländer NOKTON 50mm/1:1,2 asphärisch gemacht wurden, findet ihr in meinem Flickr-Album zu diesem Objektiv.

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J. Haag

Ich bin 1967 geboren und am Rande der Eifel in Oberelvenich und in der Natur aufgewachsen. Seit 1988 beschäftige ich mich mit der Fotografie.

Fotografie bedeutet für mich Entspannung und Abenteuer zu gleichen Teilen. Seit den ersten analogen Bildern begleiten mich Kameras und Objektive von Minolta und nach der Übernahme durch Sony bin ich dem System treu geblieben.

Heute nutze ich neben spiegellosen Systemkameras mit Kleinbildsensor auch wieder analoge Kameras im Kleinbild- und Mittelformat sowie Sony Cybershot-Kameras mit 1"-Sensor für meine fotografischen Arbeiten, wobei ich den elektronischen Sucher der Sony-Kameras besonders schätze.

1 Kommentar

  1. Erhard

    Hallo Jörg,
    vielen Dank für diesen tollen Bericht ! Seit dem Voigtländer Ultron 2/40 SL das ich noch für die Nikon D700 kaufte, bin ich da ebenfalls begeistert. Einerseits wie Du vom Hyper-Wide Heliar 5.6/10 mm, andererseits aber auch vom Nokton 0.95/10,5 mm für MFT, da ich auch noch OM-D Benutzer bin und es mit der E-M1X da ein weiteres künftiges Ziel gäbe …
    Von halb 1 bis halb 6 Uhr morgens habe ich demnächst Zeit für eine nächtliche Kölner Fototour, die ich aber eher mit leichtem Gepäck bestreiten werde, sodaß ich u.a. die Olympus TG-Tracker mitnehme. Diese ermöglicht extreme Bildwinkel von 200°, und immerhin formatfüllend als rectangular fisheye. So ziehe ich auch mehr ein Nokton in Erwägung, wobei ich das 10,5mm Nokton mit seiner kreisrunden Frontlinsenfassung am interessantesten finde, denn gerade beim Weitwinkel bietet eine lichtstarke Offenblende bei manueller Fokussierung doch ganz neue Aspekte. Jedenfalls zeigen Deine Vergleichsbilder vom Mercedes Pagoden-SL sehr schön die tolle Bildwirkung bei minimaler Abblendung von 1.2 auf 1.4 ! Und auch der tolle Blendenstern des Noktons ist fulminant ! Und ob Sony, Fuji oder Oly … die manuelle Fokussierung ist ein purer Genuß !
    Viele Grüße Erhard

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