L-Winkel für die Sony A7 III

Die Sony A7 III ist eine gigantisch gute Kamera und hat deshalb bei mir auch das Vorgängermodel A7 II ersetzt. Neben all den Vorzügen gegenüber dem Vorgänger wie z.B. lautloser Verschluß, viel besserer AF, zwei Speicherkartenslots etc., ist ein Nachteil geblieben: die Gehäusegröße ist weiterhin so, dass mein kleiner Finger nicht so genau weiß wohin. Abhilfe schaffen hier L-Winkel – ich habe mal zwei getestet.

Wie auch schon an der Sony A7 II, habe ich mit der A7 III ein kleines Problem mit meinem kleinen Finger der rechten Hand. An der A7 II hing dieser entweder frei in der Luft oder unter der Kamera um diese zu stützen, was ich bei längeren Sessions im Finger gespürt habe. Bei der A7 III ist das Gehäuse zwar etwas höher, aber jetzt weiß der kleine Finger nicht so genau wohin und hängt halb am unteren Gehäuserand des Griffstücks – auf Dauer auch nicht sehr angenehm.

Der kleine Finger hängt halb in der Luft, halbe an der unteren Gehäusekante

Um meinem kleinen Finger etwas Entspannung zu gönnen, habe ich mir diese beiden L-Winkel bestellt:

MENGS L-förmige Schnellwechselplatte (L-Winkel) für Sony A7III und A7RIII für 30,09 € (Klick auf das Bild leitet weiter zu Amazon):

SmallRig L-Winkel/Plate für Sony A7RIII / A7III / A7M3 / A9 für 54,00 € (Klick auf das Bild leitet weiter zu Amazon):

Wie meistens bei Amazon: Heute bestellt, morgen geliefert; ich musste aber noch zwei Tage länger warten, denn ich war wieder mal auf Dienstreise.

oben MENGS, unten SmallRig

Beide L-Winkel sind sauber verarbeitet, haben keine scharfen Kanten, wie ich das schon einmal bei einem L-Winkel für die A7 erlebt habe und haben im Prinzip die gleichen Eigenschaften:

  • Grund- und Seitenplatte entsprechen dem Arca-Swiss Standard
  • Seitenplatte abnehmbar bzw. um 20 mm ausziehbar, damit man an die Anschlüsse kommt

Der SmallRig L-Winkel hat an der Vorderseite noch Markierungen welche die Sensormitte kennzeichnen, Bohrungen in Grund- und Seitenplatte zur Aufnahme von weiterem SmallRig-Zubehör und die Grundplatte ist an der Unterseite magnetisch um den Inbusschlüssel aufzunehmen – ein sehr nützliches und schönes Detail. Diese Kleinigkeiten geben dem SmallRig schon mal einen Extrapunkt in Sachen Ausstattung und Nutzbarkeit.

MENGS L-Winkel
SmallRig L-Winkel
Platz für den Inbus-Schlüssel, so ist er immer dabei

Eine Sache ist mir bei dem MENGS L-Winkel allerdings sehr negativ aufgefallen, was letztlich auch dazu geführt hat, dass ich mich für den 24 € teureren und etwas größeren SmallRig L-Winkel entschieden habe. Beide L-Winkel haben eine Öffnung um das Batteriefach zugänglich zu machen. Allerdings ist diese bei dem L-Winkel von MENGS nicht zu öffen, denn dort, wo beim SmallRig genügend Platz ist für Batteriefachdeckel, sieht es beim MENGS L-Winkel so aus, als ob man ihn nicht fertig gefräst hätte.

Zugang Batteriefach beim MENGS L-Winkel
Zugang Batteriefach beim SmallRig

Fazit

Im direkten Vergleich dieser beiden L-Winkel ist für mich der SmallRig der deutliche Gewinner. Er ist zwar 24 € teurer; wirkt aber insgesamt durchdachter und bietet auch die bessere Ablage für den kleinen Finger.

Genug Platz für den kleinen Finger

Besonders gut gefallen hat mir Lösung mit der magnetischen Halterung für den Inbusschlüssel. Dass die Seitenplatte um 20mm ausziehbar ist finde ich zwar toll, ist aber nicht nötig um die Deckel der Anschlüsse öffnen zu können – das geht auch so.

Den MENGS habe ich wieder zurückgeschickt. Insgesamt kein schlechtes Produkt und wenn es nicht stört, dass man für den Batteriewechsel den L-Winkel abschrauben muss, kann man nochmal 24 € sparen.

Aber Vorsicht: Den Inbusschlüssel nicht vergessen, denn ohne den gibt es keinen Batteriewechsel.

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J. Haag

Ich bin 1967 geboren und am Rande der Eifel in Oberelvenich und in der Natur aufgewachsen. Seit 1988 beschäftige ich mich mit der Fotografie.

Fotografie bedeutet für mich Entspannung und Abenteuer zu gleichen Teilen. Seit den ersten analogen Bildern begleiten mich Kameras und Objektive von Minolta und nach der Übernahme durch Sony bin ich dem System treu geblieben.

Heute nutze ich neben spiegellosen Systemkameras mit Kleinbildsensor auch wieder analoge Kameras im Kleinbild- und Mittelformat sowie Sony Cybershot-Kameras mit 1"-Sensor für meine fotografischen Arbeiten, wobei ich den elektronischen Sucher der Sony-Kameras besonders schätze.

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